User Online: 2 | Timeout: 21:53Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Körnchen und Gebirge
Zwischenüberschrift:
Sand als Sache: Museum am Schölerberg zeigt Ausstellung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Körnchen und Gebirge

Sand als Sache: Museum am Schölerberg zeigt Ausstellung

Allein ist es winzig. Zusammen ist es riesig. Von Sand ist die Rede, mal ein mikroskopisch kleines Körnchen, mal als Grundstoff ganzer Gebirgsformationen. Unter dem Titel " SandWelten... in Niedersachsen" wird am kommenden Sonntag um 11 Uhr im Museum am Schölerberg eine Ausstellung eröffnet. Und darin dreht sich alles um Sand und Kies.

Nicht nur sehen und staunen, sondern buchstäblich begreifen und erfassen: Darin liegt das Ziel dieser Schau, wie Dr. Dietmar Grote erklärt. Dabei geht es dem Museumsdirektor um die verschiedensten Facetten des Rohstoffs Sand: " Wir wollten einen wissenschaftlichen mit einem künstlerischen Ansatz verbinden."

Sand also. " Das ist ein Synonym für Natur pur", erklärt Geologe Dr. Dietmar Meier, der die Ausstellung entworfen hat. Denn ob nun flacher Strand, tiefe Grube oder unendliche Wüstenlandschaft: Sand ist immer und überall. Gerade diese Vielfalt soll in der Ausstellung gezeigt werden. Da gibt es zum Beispiel Leinensäcke mit verschiedenen Proben. Sand aus Stade ist bräunlich, Sand aus Duingen sieht aus wie feinstgemahlenes Curry - es rieselt durch geschlossene Finger.

Daneben steht ein Glaswürfel, ungefähr 30 Zentimeter lang, breit, tief. Halb gefüllt ist er mit, na, was wohl? " Wie viel Sandkörner sind da drin?", fragt Meier. Die Lösung: Rund 82 Millionen, so viel wie die deutsche Bevölkerung. Und dann eine meterlange verästelte Röhre im Boden. Ein Blitz schlug ein, hohe Temperaturen ließen Sand zu einer glasartigen Substanz werden, sagt die Geologin Angelika Leipner.

Apropos Glas. Sand ist nicht allein Natur, sondern auch ein begehrter Rohstoff. Ob feinstes Silicium für die Herstellung von Computerchips und Sonnenkollektoren oder als Baustoff. Auf diesen Aspekt verweist Rüdiger Pabst. Er ist Geschäftsführer

Die Natur wirkte als wahrer Künstler

des Industrieverbandes Sand, Kies, Mörtel, Transportbeton Nord. Eine Organisation, die das Projekt ideell und finanziell gefördert hat. " Ohne diese Hilfe wäre das alles gar nicht möglich gewesen", betont Grote.

Zurück zum Ausstellungsraum, in dem noch fleißig aufgebaut wird. Verschiedene Sandprofile hängen in Vitrinen, die Natur hat hier als Künstler gearbeitet. Gleich nebenan Sandmosaiken nordamerikanischer Indianer. Und weiter vorne gibt es eine Darstellung von Sand- und Kiesgruben als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Blindschleiche, Sandbiene, Zauneidechse sind als Modelle zu sehen. Sie alle leben im Sand, benötigen allerdings wohl kaum so viel davon wie der Mensch. " Jeder von uns verbraucht statistisch gesehen 460 Tonnen Sand und Kies in 70 Lebensjahren", bringt es Pabst auf den Punkt.

Aber Sand ist immer noch mehr, er findet sich sogar in unserer Sprache wieder. Zurzeit wird eine Liste mit Sprichwörtern aufgestellt, in dem der Rohstoff vorkommt. Bislang sind 239 Einträge gefunden. Aber die Organisatoren stecken nicht den Kopf in den Sand, sie suchen weiter.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Dezember zu sehen. (os)

SAND UND WAS DAHINTER STECKT: Dr. Dietmar Meier, Rüdiger Pabst, Dr. Dietmar Grote und Angelika Leipner zeigen die Vielfalt und unterschiedliche Größe von Sandkörnern aus aller Welt.Foto: Klaus Lindemann
Autor:
os


Anfang der Liste Ende der Liste