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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Große Straße: Noch Hoffnung für die Arkaden?
 
Dafür sein ist zu wenig
Zwischenüberschrift:
Kritiker erinnern an CDU-Äußerungen
Artikel:
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Originaltext:
Große Straße: Noch Hoffnung für die Arkaden?

Kritiker erinnern an CDU-Äußerungen

Gibt es noch eine Chance für die Arkaden in der Großen Straße? Zumindest der nördliche Teil zwischen dem geplanten Durchstich zum Kamp-Projekt (am Haus Deutscher Ring) und der Georgstraße könnte vielleicht gerettet werden. Allerdings nicht zum Nulltarif. Die Stadt hat sich die Gehrechte auf diesem Abschnitt für etwa 1, 5 Millionen Mark von den Hauseigentümern abkaufen lassen.

Bis zum März 2000 konnte man selbst bei strömendem Regen noch trockenen Fußes vom Neumarkt bis zur Georgstraße gehen. Seitdem sind die Arkaden auf dem südlichen Abschnitt der Großen Straße nach und nach verschwunden. Statt dessen durften die Geschäftsleute ihre Verkaufsflächen vergrößern. Rund 2, 8 Millionen Mark haben sie nach Auskunft von Joachim Götz, dem Leiter des Fachbereichs Immobilien, dafür an die Stadt gezahlt. Das Geld war von Anfang an fest eingeplant für den Umbau der Großen Straße.

Als die " trockenen 150 Meter" Stück für Stück zugebaut wurden, gab es von verschiedenen Seiten Kritik. Ein Ratsantrag der CDU im Januar 2001,

Arkaden zu erhalten, fand jedoch keine Mehrheit. Die damals regierenden rot-grüne Zählgemeinschaft wollte sich die Kosten nicht ans Bein binden.

Jetzt, nach dem Machtwechsel im Rathaus, erinnert die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) die CDU an ihre früheren Stellungnahmen. " Eine Aufwertung der Arkaden wäre eine großartige Chance gewesen, die Große Straße insgesamt aufzuwerten, heißt es in einer Stellungnahme von ödp-Sprecher Heiko Panzer. Er fordert die neue Ratsmehrheit auf, " zu retten, was zu retten ist". Auch der Arbeitskreis Stadtplanung der Lokalen Agenda sieht noch eine Chance, die " Fehlentscheidung" rückgängig zu machen. Vom finanziellen Aufwand her müsste das tragbar sein, sagt Sprecher Rolf Brinkmann.

Für die CDU betont Bürgermeister Burkhard Jasper, das Thema werde demnächst auf die Tagesordnung gesetzt. In Verhandlungen mit den Eigentümern solle versucht werden, einen zusammenhängenden Teil der Arkaden zwischen dem Durchstich zum Kamp und der Georgstraße zu erhalten. Allerdings könne sich die neue Ratsmehrheit " nicht alles

Die Arkaden

Dafür sein ist zu wenig

Von Rainer Lahmann-Lammert

Osnabrück ist reich an Regentagen, hat aber wenig in der Kasse. Da war es natürlich ein Schildbürgerstreich, ausgerechnet die Arkaden zu verschachern, um mit dem Erlös das neue Pflaster für die Große Straße zu bezahlen. Dumm gelaufen. Aber vielleicht ist es ja noch nicht zu spät, um wenigstens etwas zu retten. Wo ein Wille ist, ist auch ein trockener Fußweg. Das Thema hat die CDU erkannt, als sie noch in der Opposition war. Jetzt steckt sie in der Verantwortung und wird an ihren Worten von gestern gemessen. Für die Arkaden zu sein reicht nicht. Den Worten müssten auch ein paar Milliönchen folgen, denn die Stadt wird sich die Gehrechte für teures Geld zurückkaufen müssen. Und da stellt sich die Frage, ob sie dafür auf andere Vorhaben verzichten will. Die nicht mehr regierende rot-grüne Zählgemeinschaft hat diese Frage mit Nein beantwortet. Es wäre ein Wunder, wenn die neue schwarz-gelbe Mehrheit zu einem anderen Ergebnis käme.

RETTEN, WAS NOCH ZU RETTEN IST": Bleibt der nördliche Teil der Arkaden an der Großen Straße vielleicht doch erhalten? Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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