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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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A 33-Gegner: Nicht falschen Studien glauben
Zwischenüberschrift:
Arbeitsgemeischaft will beweisen, dass es keine guten Argumente für den Autobahnbau gibt
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A 33-Gegner: Nicht falschen Studien glauben

Arbeitsgemeinschaft will beweisen, dass es keine guten Argumente für den Autobahnbau gibt

Wer ein Gutachten vorlegt, muss nicht lange auf ein Gegengutachten warten: Die " Arbeitsgemeinschaft für ein besseres Verkehrskonzept" hat ein Stuttgarter Büro beauftragt, alle Studien über den geplanten Weiterbau der A 33-Nord auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen. Das Ergebnis überrascht nicht: Der Lückenschluss ist nicht notwendig.

Der Arbeitsgemeinschaft liegt die Studie seit Ende August vor. " Wir wollten damit nicht den Kommunalwahlkampf anfeuern", sagte gestern der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Rainer Comfere. In dem Kreis arbeiten Vertreter von SPD, Grünen, der Umweltverbände und auch der CDU zusammen. Das Gutachten wurde aus Spendengeldern finanziert.

Die Stuttgarter nahmen sieben Untersuchungen und Entwicklungsplanungen unter die Lupe, wobei die älteren Untersuchungen wegen überholter Zahlen zu den Akten gelegt werden. Gute Noten bekommt der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) des Landkreises von 1993, " ein sehr umfassendes, sorgfältig erarbeitetes Werk", wie die Stuttgarter schreiben. Der VEP kommt zu dem Schluss, dass ein sechsstreifiger Ausbau der A 30 besser wäre, als der Weiterbau der A 33.

Die " Verkehrswissenschaftliche Untersuchung" vom April 2000 fällt im Urteil der Gegen-Gutachter komplett durch. Die vom Landesstraßenbauamt Niedersachsen in Auftrag gegebene Studie enthalte " unübersehbare Widersprüche". Es überrasche nicht, " dass das vergebene Ziel am Ende zur richtigen Lösung erklärt wird", heißt es. Der Nachweis, dass die A 33-Nord nötig sei, werde nicht erbracht. Die ökologische Raumempfindlichkeitsanalyse" vom vergangenen Jahr (Auftraggeber war der Landkreis) findet den Gefallen der Gutachter. Die Analyse stellt fest, dass es aus ökologischer Sicht keine " konfliktfreie" Autobahntrasse gibt.

Die Wirtschaftlichkeitsanalyse vom Januar 2000, ebenfalls vom Landkreis in Auftrag gegeben, wird rundweg verworfen. Das Stuttgarter Büro benutzt in ihren Gegen-Gutachten Anführungszeichen, wenn es von dieser " Expertise" spricht. Die Vorwürfe: " unzutreffendes Zahlenmaterial und verkehrswissenschaftlich unbrauchbare Aussagen". " Fachleute nehmen die Untersuchung gar nicht ernst", sagt Rainer Comfere.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft appelliert an den Osnabrücker Stadtrat, sich nicht auf offenbar unzuverlässige Studien zu verlassen. Die Autobahn-Gegner schlagen vor, die A 30 sechsspurig auszubauen - auch um den Lärmschutz in Nahne auf den modernen Stand bringen zu können. Mit dem Bau der Ortsumgehung Belm (neue B 51) sollte die Vehrter Landstraße als Bundesstraße umgewidmet und ausgebaut werden. Dann könnte der Nord-Süd-Verkehr von der A 33 über die Vehrter Landstraße und die Bramscher Straße auf die B 68 geleitet werden.

Wie gestern berichtet, steht der A 33-Weiterbau auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am kommenden Dienstag. Die neue Mehrheit aus CDU und FDP will den alten - Ratsbeschluss gegen die Autobahn kippen. (hin)

WARNT vor übereilten Schlüssen: Rainer Comfere, Sprecher der " Arbeitsgemeinschaft für ein besseres Verkehrskonzept", ist gegen den Weiterbau der A 33 (im Hintergrund). Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hin


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