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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Doch keine Müllverwertung am Osnabrücker Hafen?
Zwischenüberschrift:
Herhof will in der Trockenstabilatanlage mehr Abfall verarbeiten, als die Stadt zulässt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Herhof w ill i n d er T rockenstabilatanlage m ehr A bfall v erarbeiten, als d ie S tadt z ulässt - Schon i n I cker u mgesehen

D ie F irma H erhof s ucht e inen n euen S tandort f ür d ie T rockenstabilatanlage, für d as e in G rundstück a m H afen r eserviert i st. F irmenvertreter h aben s ich v or w enigen T agen i n B elm u mgeschaut. D er H intergrund: In O snabrück d arf H erhof h öchstens 5 5 0 00 T onnen M üll v erarbeiten, was d er F irma z u w enig i st. I m L andkreis w ären k eine G renzen g esetzt.

8 5 0 00 T onnen w ürden g enügen, um d ie A nlage w irtschaftlich z u b etreiben, erklärte H erhof-P rokurist A ndreas P uchelt g estern. D och m it d er M üllmenge w ächst d ie W irtschaftlichkeit, und H erhof w ürde g ern b is z u 1 50 0 00 T onnen g ehen.

D ie A usschreibung b ezog s ich a uf 8 5 0 00 T onnen. D ieses M üllaufkommen h atten G utachter f ür 2 005 v orausberechnet. I m M ärz h atte d er S tadtrat a uf V orschlag d er C DU f ür d ie 8 5000er O bergrenze g estimmt, die i m P achtvertrag f estgeschrieben w erden s oll. P uchelt l ieß d urchblicken: Hebt d ie S tadt d en R atsbeschluss a uf, bleibt e s b eim H afen-S tandort.

N äher i ns A uge g efasst h at d ie h essische E ntsorgungsfirma e in G rundstück n eben d er E iweiß- und F ettverwertung i n I cker. D er B elmer V erwaltungsausschuss h atte s ich s chon v or e inem J ahr b ereit e rklärt, Herhof b ei d er S tandortsuche z u h elfen. W enn H erhof m it g rößeren M engen w irtschaftlicher a rbeiten k ann, könnten u nterm S trich a uch n iederigere G ebühren f ür d ie B ürger s tehen. D as N achsehen h ätte d ie S tadt O snabrück: Es g äbe k eine z usätzlichen G ewerbesteuereinnahmen.

O berbürgermeister F ip ( SPD) " kann g ut d amit l eben", wie e r s agte, wenn H erhof n icht i n d ie S tadt k ommt. D ie S PD-F raktionssprecherin A lice G raschtat w arnte v or e inem M ülltourismus, den H erhof m it d em W echsel a uslösen w ürde. S ie v erwies a uf d ie G utachter, die f ür 2 005 e ine M üllmenge v on 3 0 0 00 T onnen i n d er S tadt u nd 5 5 0 00 T onnen i m L andkreis p rognostiziert h aben. " Wenn H erhof s o v iel m ehr v erarbeiten w ill, kann d er M üll n ur a us a nderen T eilen h erangekarrt w erden. U nd d as w ollen w ir n icht", sagte F rau G raschtat.

P rof. D r. R ainer T enfelde ( CDU) sieht k eine V eranlassung, den R atsbeschluss z u ä ndern. E r h ielt H erhof v or, mit f alschen K arten g espielt z u h aben. " Die F irma h ätte d em R at k lar s agen m üssen, dass d ie A nlage m it 8 5000 T onnen n icht z u b etreiben i st", so T enfelde. D ie S tadt w olle d en M ülltourismus v erhindern.

P robleme e rwarten T enfelde u nd G raschtat a uch m it d er g eplanten V erbrennung d es T rockenstabilats. D as S ta-b ilat b esteht a us m ehrfach s ortiertem u nd g etrocknetem R estmüll, der e inen H eizwert w ie g ute B raunkohle h at. D er S tadtrat h at i m s elben B eschluss v om M ärz f estgelegt, dass d as S tabilat n icht i n B etrieben i m S tadtgebiet v erheizt w erden d arf. H erhof-P rokurist A ndreas P uchelt k ann d arin k ein P roblem e rkennen: Es g ebe f este A bnehmer f ür d en B rennstoff i n N ordrhein-W estfalen. V om S tandort H afen k önnte d er B rennstoff p er S chiene t ransportiert w erden, in I cker b liebe n ur d er L astwagenverkehr.

D r. T homas T hiele ( FDP) betrachtet d ie E ntwicklung m it g emischten G efühlen. E inerseits l asse h öhere W irtschaftlichkeit n iedrigere G ebühren e rwarten, andererseits w äre e s " nicht s chade", wenn d ie M üllverarbeitung d er S tadt e rspart b liebe. M ichael H agedorn ( Grüne) geht n och e inen S chritt w eiter: " Das w äre f ür d ie S tadt g ar n icht s chlecht. D as G elände k önnte m an a uch a nders v erwerten."
Autor:
Wilfried Hinrichs


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