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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Welche Zukunft hat das haus in Mentrup-Hagen?
Zwischenüberschrift:
Trägerverein sucht Sponsoren für das Schullandheim
Artikel:
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Originaltext:
Welche Zukunft hat das Haus in Mentrup-Hagen?

Trägerverein sucht Sponsoren für das Schullandheim

Ein Haus sucht seine Zukunft: " Das Schullandheim Mentrup-Hagen steckt voller Chancen", beteuert Wilhelm Steinkamp, " aber mit dem morbiden Charme der 50er Jahre ist es nicht mehr attraktiv und vor allem nicht wirtschaftlich zu führen". Steinkamp ist Vorsitzender des gemeinnützigen Fördervereins, der sich die Aufgabe gestellt hat, 1, 8 Millionen Mark für einen Umbau des Schullandheims zu mobilisieren: " Mit dieser Finanzspritze wäre das Problem gelöst."

Generationen von Osnabrücker Schülern haben aufregende Wochen in dem idyllisch gelegenen Haus zwischen Hagen und Bad Iburg verbracht. " Der Bedarf für eine Klasse, einmal eine Woche abseits der Schule gemeinsam zu verbringen, ist groß", sagt denn auch Maria Vogeler. Die Lehrerin aus der Orientierungsstufe am Schölerberg ist in dieser Woche mit ihrer neuen fünften Klasse am Borgberg: " Die Jungen und Mädchen sollen sich kennen lernen, zu einer Lerngruppe werden. Das geht am besten, wenn sie gemeinsam etwas unternehmen können."

Ausflüge in die Umgebung machen, Runkelrüben als Laternen schnitzen zu Halloween und dabei noch über den irisch-amerikanischen Brauch etwas in einer Stunde Englisch lernen, oder zusammen den Küchendienst organisieren: Die Palette pädagogisch sinnvoller Aktivitäten ist lang. Und die Lehrerin hat zwar einen 20-Stunden-Tag, aber sie weiß auch: " Hier sind wir allein. Da brennt nichts an."

Allerdings ist das letzte Schullandheim der Stadt Osnabrück erkennbar auf dem Stand des Jahres 1956, als es gekauft wurde, stehen geblieben. Schlafräume für acht mit Doppelstockbetten, Sanitärräume mit 15 Waschbecken in einer Reihe, nur ein Tagesraum und diverse Baumängel bis hin zu maroden Fenstern zeigen deutlich: Ein Umbau ist mehr als überfällig.

Das betont auch Wilhelm Steinkamp, der mit anderen engagierten Lehrern an der Gesamtschule einen Trägerverein für Mentrup-Hagen gegründet hat: " Nach einem Umbau und mit einer besseren Auslastung wäre das Haus wieder wirtschaftlich zu führen."

Der Verein hat deshalb einen Architekten für eine Planskizze gewonnen. Dieser Entwurf sieht einen zweiten Tagesraum sowie Schlafräume für jeweils vier Schüler sowie eine eigene Hausmeisterwohnung vor. Alles zusammen eben für 1, 8 Millionen Mark. Dieses Geld steht aber bislang nicht im Haushaltsplan - auch wenn verschiedene mögliche Finanziers von der Stadt Osnabrück über die Gemeinde Hagen bis hin zum Reiterhof Kasselmann " grundsätzliches Interesse" signalisiert haben.

" Wir sind zurzeit auf Partnersuche und denken dabei zunächst an die Stadt, der das Haus ja auch gehört", berichtet denn auch Wilhelm Steinkamp, " vielleicht gelingt es, eine Stiftung ins Leben zu rufen und darüber einen Teil der Kosten abzudecken." Wenn jeder Osnabrücker, der als Jugendlicher einmal in den letzten 45 Jahren in Mentrup-Hagen zu Gast war, auch nur zehn Mark stiften würde, so rechnet Steinkamp vor, " dann hätten wir das Geld schon zusammen, und das Schullandheim wäre gerettet". (fhv)

SOLCHE SCHLAFKAMMERN sind nicht mehr attraktiv. Wilhelm Steinkamp unterm Dach im Schullandheim Mentrup Hagen: " Ein Umbau wäre dringend nötig."

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
fhv


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