User Online: 1 | Timeout: 10:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bau der Lärmschutzwand beginnt
Zwischenüberschrift:
Aufatmen in nahne: Im Juni 2002 soll Ruhe einkehren - Kosten: 3,2 Millionen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bau der Lärmschutzwand beginnt

Aufatmen in Nahne: Im Juni 2002 soll Ruhe einkehren - Kosten: 3, 2 Millionen

Bastian Brockmeyer (9) kann bald ruhiger schlafen. In der kommenden Woche sollen die Bauarbeiten an den Lärmschutzwänden entlang der A 30 in Nahne beginnen. Im Juni 2002 sollen die Wände stehen. Dann muss Bastians Vater Richard nicht mehr abends eine dicke Schaumstoffmatte ins Dachfenster klemmen.

Wie das Straßenbauamt mitteilt, werden die Bauarbeiter in der kommenden Woche zunächst mit dem Bau einer 500 Meter langen Lärmschutzwand an der südlichen Seite der A 30 beginnen. Die neuartige, zur Autobahn hin geneigte Wand wird drei bis vier Meter hoch sein und die Anlieger am Nahner Turm und an der Frankfurter Heerstraße vor dem Autobahn krach schützen.

Die Familie Brockmeyer wohnt auf der Nordseite an der Kardinal-von-Galen-Straße. Die alte Schutzwand, die den Anwohnern kaum Schutz bietet, wird auf einer Länge von 700 Metern um etwa drei bis vier Meter erhöht. Hier werden nach Angaben des Straßenbauamtes Bauteile aufgesattelt, die ebenfalls zur Fahrbahnseite geneigt sind. Die Vorteile: Der Lärm wird effektiver abgeschirmt, und die Gärten der Anlieger werden nicht beschattet. Auch die Anlieger des Wiesentals kommen in den Genuss des besseren Schutzes.

Anfang dieses Jahres waren auf den Böschungen die Sträucher abgeholzt worden, um jetzt ungehindert mit den Erdarbeiten beginnen zu können. Die Gründungsarbeiten für die tragende Konstruktion werden zunächst an der Südseite der Autobahn (Am Nahner Turm) beginnen. Nach dem Jahreswechsel soll es an der Nordseite weitergehen. Weil das Gelände stark zur Straße hin abfällt, sind viele unterschiedliche Trägerkonstruktionen nötig, die einzeln produziert werden. Im Frühjahr sollen die Schutzelemente angebracht werden. Das Straßenbauamt geht davon aus, dass die Anwohner im nächsten Sommer ihre Gärten intensiver werden nutzen können. Im Juni soll alles fertig sein. Die Kosten liegen bei 3, 2 Millionen Mark.

Während der Bauarbeiten wird auf der Nordseite der Autobahn-Anschluss Iburger Straße teilweise gesperrt. Autofahrer, die von Osnabrück kommend Richtung Amsterdam fahren wollen, müssen einen kleinen Umweg über das Südkreuz in Kauf nehmen.

Richard und Hildegard Brockineyer und ihre Kinder Bastian und Melanie (11) haben sich auf den Dauerlärm eingerichtet. Hildegard schläft mit Ohrenstöpsel, Bastians Fenster wird allabendlich mit einer zehn Zentimeter dicken Schaumstoffmatte abgedichtet. Abends, wenn der allgemeine Lärmpegel sinkt, wird der Verkehrslärm trotz der superguten Isolierverglasung unüberhörbar laut. Bei offenem Fenster zu schlafen sei unmöglich, sagt Melanie: " Das war im heißen Sommer ganz schön ätzend." Und seltsamerweise, so sagt Richard Brockmeyer, wird der Verkehrslärm lauter, wenn das Wetter umschlägt.

Vor sechs Jahren ist die vierköpfige Familie in die kinderfreundliche Wohnung eingezogen. " Die Miete ist günstig", sagt der Vater - klar, wegen der Nähe zur Autobahn.

Schön ruhig sei es in der Wohnung, wenn es sich auf der Autobahn staut. Dann können die Brockmeyers sogar vom Fenster aus den Autofahrern auf den Schloß sehen. Am schönsten sei Heiligabend, so Hildegard Brockmeyer. Bis ungefähr 22 Uhr seien kaum Autos auf der Autobahn unterwegs: " Eine himmlische Ruhe." (hin)

WENN BASTIAN das Fenster öffnet, schlägt ihm der Verkehrslärm von der A 30 (im Hintergrund) entgegen. Besserung ist in Sicht: In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten an den Lärmschutzwänden. Foto: Detlef Heese
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste