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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
"Noch nicht alles verloren"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Noch nicht alles verloren"

Zur Diskussion über die Aufhebung der Arkaden in der Großen Straße in Osnabrück schreibt ein Leser:

" Entsprechend einem Ratsbeschluss mit rot-grüner Mehrheit werden die Arkaden an der Großen Straße geschlossen und die Flächen den Geschäften zugeschlagen. Eine Reihe von Personen hatte der Bebauungsplan-Änderung erfolglos widersprochen. Für mich ist eine solche Maßnahme vollkommen unverständlich. Die Arkaden sind ein positives städtebauliches Element und eine Eigenart, die Osnabrück Identität verleiht. Ferner dienen sie in unserer Regengegend oft als Wetterschutz, und bei Wegfall wird der Straßenraum in der Fußgängerzone eng. Unangenehmer Anonymisierung durch Kettenläden wird wegen der spezifischen Erscheinungsform des Bauwerks entgegenwirkt, was Kunden und Touristen zu schätzen wissen. Der von Oberbürgermeister Fip angeführte Hauptgrund für den Schritt, die Barrierebildung, ist nicht gegeben. Man kann die Geschäfte von der Großen Straße aus gut erkennen, und unter dem Vordach herrscht meistens reger Fußgängerverkehr. Zugegeben, die Arkaden sind optisch nicht in einem guten Zustand. Man hätte sie aber renovieren können: Durchziehen des neuen Pflasters bis an die bestehenden Schaufenster, frische Farben, neue Beleuchtung, insgesamt gleichmäßige Gestaltung. Übermäßiger Warenpräsentation unter den Arkaden hätte man mit einfachen Auflagen beikommen können. Vordergründige Vorteile von der Aktion haben die Gebäudeeigentümer, die den Pächtern nachher mehr Flächen berechnen können, und die Stadt, die die Flächen an die Verpächter verkaufen will. In einer Broschüre der Stadt von 1998 kann man nachlesen, dass drei Gutachtergruppen und ein Obergutachtergremium empfohlen haben, die Arkaden zu erhalten. Ich frage mich - auch als Steuerzahler - warum man für viel Geld Gutachter beschäftigt und, wenn das Ergebnis nicht genehm ist, das Gegenteil macht? Der Stadtrat, der die Entscheidung der Eliminierung dieses Kulturdenkmals getroffen hat, war möglicherweise nicht ausreichend von der Verwaltung über die Nachteile einer solchen Aktion ins Bild gesetzt worden. Die Osnabrücker haben unter Umständen nicht realisiert, dass es sich um keine Kleinigkeit handelt: hier verschwindet ein gutes Stück unserer Stadt, die dadurch beschädigt wird. Die Zone der Arkaden reicht vom Neumarkt bis zur Georgstraße - etwa 200 Meter. Aber noch ist nicht alles verloren. Vom Arbeitskreis Stadtplanung der Lokalen Agenda 21 für Osnabrück haben wir zum Beispiel durchgesetzt, dass das Projekt der Sainierung des Neumarkts in Angriff genommen wird und der Fußgängerüberweg eingerichtet wurde. Vielleicht gelingt es ja auch noch, hinsichtlich der Arkaden Vernunft einkehren zu lassen. Der Rat könnte jetzt Größe zeigen und den Entschluss rückgängig machen."

Rolf Brinkmann

Diepholzer Straße 2

Osnabrück
Autor:
Rolf Brinkmann


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