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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Schinkel-Ost: Stadtnah wohnen und arbeiten
Zwischenüberschrift:
Neuer Stadtteil in unserer Luftbildserie - Ausdehnung ab 1960
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schinkel-Ost: Stadtnah wohnen und arbeiten

Neuer Stadtteil in unserer Luftbildserie - Ausdehnung ab 1960 - Bürgerverein lobt Lebensqualität

Von Christoph Franken

Mit der Eingemeindung der Gemeinde Schinkel in die Stadt Osnabrück am 1. April 1914 begann die Entwicklung eines der wichtigsten Stadtteile: Hier waren nicht nur lange Zeit dominierende Industriezweige beheimatet, sondern der Schinkel wurde zunehmend auch die Heimat der Arbeiter. Der Stadtteil Schinkel-Ost in seiner heutigen Ausdehnung bildete sich erst später heraus, als nach Kriegsende zahlreiche Flüchtlinge Wohnraum brauchten.

" Trotzdem ist Schinkel-Ost immer noch ländlich geprägt", betonte gestern Walter Leineweber, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel-Ost, Das stärkste Wachstum habe der Stadteil Anfang der 60er-Jahre erfahren, nachdem die Provisorien für Flüchtlinge in Osnabrück endgültig festen Wohnungen gewichen waren. Für neue Zuzüge seien aber auch im neuen Jahrtausend bereits die Weichen gestellt, erklärte Leineweber unter Hinweis auf das geplante Baugebiet zwischen Strothmannsweg und Nordstraße. " Da wohnen dann 800 bis maximal 1000 Menschen, was unserer ländlichen Struktur entgegenkommt", freute sich Leineweber.

Er machte in diesem Zusammenhang kein Hehl daraus, dass er über das Scheitern eines 1993 geplanten neuen Stadtteils am Schinkelberg nicht böse ist: " Das wären auf einen Schlag zu viele neue Einwohner gewesen, die wir nicht problemlos verkraftet hätten." Dagegen hofft er auf eine Ausweitung des neuen Gewerbegebietes " Am Tie", wo sich die Firma Hamm angesiedelt hat. " Die Ländereien dort sind von der Stadt aufgekauft worden, und neue Betriebe würden Arbeitsplätze vor der Haustür schaffen", so Leineweber.

Auch wenn heute nur noch wenige Landwirte in Schinkel-Ost aktiv seien, weil die anderen Bauern mittlerweile ihre Betriebe aufgegeben hätten, sei der ländliche Charakter weitgehend erhalten geblieben. Davon profitierten auch die Bewohner,

denn sie wohnten direkt in einem Naherholungsgebiet. Der Bürgervereinsvorsitzende verwies auf den " grünen Finger Schinkelberg" und den bewaldeten Höhenzug Richtung Belm. " Nicht zu vergessen der wunderschöne Wald nach Gretesch raus, der an Königs-Sandkuhlen vorbeiführt." Als archäologische Denkmäler dürften die Großsteingräber im Bereich der Teufelssteine und die Sundermannsteine an der Belmer Straße nicht vergessen werden. " Sie geben auch wichtige Hinweise auf die frühe Besiedlung der Gemarkung Schinkel-Ost", erklärte Leineweber.

Dem heutigen Stadtteil mit der Gesamtschule Schinkel als " prägenden Mittelpunkt"

bescheinigt er eine hohe Lebensqualität. " Hier wohnen viele Angestellte und Beamte, und man kennt sich in der Nachbarschaft." Auch die beiden Sportvereine Schinkel 04 und Blau-Weiß-DJK-Schinkel trügen zur Gemeinschaft bei. " Außerdem haben wir bei uns eine sehr gut funktionierende Ökumene zwischen der katholischen Rosenkranz-Gemeinde und der evangelischen Jakobusgemeinde", so Leineweber.

DER ÖLWEG verläuft auf unserem heutigen Luftbild, das am 30. April entstand, am linken Bildrand. Oben links liegt die Orientierungs-Stufe samt Turnhalle, ganz rechts ist die Sporthalle der Gesamtschule zu erkennen. Darunter befindet sich die Reihenhaussiedlung an der Prof.-Schirmeyer-Straße / Prof.-Brandi-Str., die Anfang der 60er Jahre entstand und heute zum Teil schon in zweiter Generation bewohnt wird. Daneben stehen Mehrfamilienhäuser samt zentraler Garagenanlage und ganz unten beginnt die Bebauung mit Einfamilienhäusern an der Meinkerstraße.Foto: Gert Westdörp
Autor:
Christoph Franken


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