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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Warum wieder in Osnabrück?"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur geplanten Müllverwertungsanlage (" Vertrag zur Müllentsorgung ab 2005"/ Ausgabe vom 18. April).

" Warum wird wieder eine Müllentsorgungsanlage in der Stadt Osnabrück gebaut? Weder Herr Niggemann noch Hlerr Fip noch irgendein anderes Ratsmitglied konnte bis heute plausible Gründe für diesen Standort nennen. Viele Gründe sprechen dagegen: 1. Zwar beteuert die Firma Herhof, dass Ihre Anlage die gesetzlichen Umweltauflagen erfüllt, nur sie ist nicht die einzige Anlage im Hafengebiet. Erhebliche Emissionen kommen von der Firma Kämmerer (Verbrennung von Schweröl und Tiermehl), von Autoverwerter Klöckner, vom Lkw-Verkehr der Speditionen, vom Klärwerk, von der Piesberger Steinindustrie und nicht zuletzt von der Mülldeponie Piesberg, die über Jahrzehnte weiter Emissionen abgeben wird. Angemerkt sei noch, dass dieses Industriegebiet in Hauptwindrichtung der Stadt mit weiteren vielleicht 50 000 privaten Schornsteinen liegt. Eine derartige Industriekonzentration gibt es im Landkreis nicht. 2. Der Verkehr wird insbesondere auf der Römereschstraße nicht nur zunehmen, sondern zusammenbrechen. Der Müll muss zur Anlage hingefahren und dann zerlegt in die Bestandteile Trockenstabilat, Eisen, Glas und Batterien wieder weggefahren werden. Das neue Hochregallager der Firma Hellmann wird ebenfalls das Verkehrsaufkommen erhöhen. 3. Die Grundstücke werden in der Stadt Osnabrück immer knapper. Zuletzt vermarktete die Stadt Osnabrück das Haugebiet , Auf dem Klee' mit Preisen von bis zu 500 DM/ m². Jetzt ist es möglich, nur einen Kilometer von diesem Baugebiet entfernt ein Grundstück im Wettbewerb zum Landkreis für die Müllentsorgung billigst zu vermarkten? Gleichzeitig präferiert Herr Fip den teuren Standort aus Kostengründen? 4. Auch Arbeitsplätze sind knapp. Arbeitsintensive Firmen wandern in den Landkreis ab. Die Stadt jedoch setzt auf arbeitsextensives Gewerbe: Schrott, Bauschutt und Müll. Es ist nicht mal sichergestellt, dass die Firma Herhof das Personal von der Deponie Piesberg übernimmt. Leider prüft die 30. BIMSCH-Verordnung nur die, Anlage selbst und nicht den Standort insgesamt. So bleibt nur zu hoffen, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung den Fürstenauer Weg bei einer ganzheitlichen Betrachtung in Frage stellt:" Offen bleibt die Frage ,, warum wieder eine Müllentsorgungsanlage in der " Stadt Osnabrück gebaut wird. Die wahre Antwort ist wohl nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen."

Christian Lambrecht
Scheidemannstraße 7
Osnabrück
Autor:
Christian Lambrecht


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