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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gelben Strom kann man sogar sehen
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275 Grundschüler beteiligten sich an einer Umweltrallye
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Gelben Strom kann man sogar sehen

275 Grundschüler beteiligten sich an einer Umweltrallye

Strom ist flüssig und hat natürlich auch eine Farbe. Er schlängelt sich durch dünne Leitungen, bringt Lampen zum Leuchten, Toaster zum Toasten. Oder etwa nicht? Mirco und Philipp wollen es ganz genau wissen. Die beiden gehören zu insgesamt 275 Kindern der Grundschule Hellern, die gestern an einer Umweltrallye teilnahmen. ,

Elf Stationen sind es, die sie mit allen Sinnen erfahren sollen. Da gibt es viel zu tun für die Kinder. Auf einem Trimmrad heißt es sich abstrampeln und damit ein Radio in Betrieb setzen oder Wasser zum Kochen zu bringen. Philipp macht den Test und wirft sich in die Pedale. Musik erklingt nicht und auch das Wasser bleibt vorerst kalt. Da hilft nur eines: mehr Muskelkraft investieren.

Organisiert wird diese Aktion von der Pädagogischen Umweltberatung an Schulen von der Universität. " Die Kinder sollen spielerisch den Umgang mit der Natur und unserer Umwelt lernen", erklärt Ursula Wilm-Chemnitz von der Beratungsstelle. Vor gut drei Jahren wurde eine solche Rallye zum ersten Mal an der Franz-Hecker-Schule gestartet. Die dort gemachten Erfahrungen wurden ausgewertet und das Konzept verändert. So gebe es nun keine Schreibund Leseaufgaben, sondern stattdessen Übungen, bei denen die Kinder ihre Sinne, wie beispielsweise das Tasten und Fühlen einsetzten müssen, erklärt Wilm-Chemnitz.

WOHIN MIT DEM MÜLL? Felix, Luca und Roman (von links) üben sich in der Zuordnung verschiedener Abfallstoffe.-

Vier Stunden dauert der Parcours durch alle Stationen. Und die Sechs- bis Zehnjährigen haben augenscheinlich eine Menge Spaß an der Sache. Ausgerüstet mit einem Laufzettel pilgern sie von Stand zu Stand; hier müssen sie Tiere erkennen und ihre Namen zuordnen, dort, im Werkraum, ist das Thema Wassersparen angesagt. Haben sie die Aufgabe gelöst, gibt es einen

Stempel auf dem Zettel, und sie dürfen zur nächsten Station weiterziehen.

Kompliziertes anschaulich machen sowie das Interesse der Kinder für ökologische Zusammenhänge wecken: Ziele, die auch für die Grundschul-rektorin Inge Riehemann mit Hilfe eines solchen Spiels am besten erreicht werden können: " Wir machen das hier zum ersten Mal, die Schülerinnen und Schüler sind mit vollem Einsatz dabei. Vieles ist ihnen zwar schon bekannt, aber hier sehen sie es in einem anderen Zusammenhang." Wie bei der Mülltrennung. Auch wenn den Kindern das Prinzip vertraut sei, bei der Rallye werde ihnen erneut der Sinn verdeutlicht, meint die Pädagogin.

Nicht Lesen, sondern Tasten und Fühlen

Wilm-Chemnitz hofft, in Zukunft weitere Schulen für die Teilnahme an einem solchen Projekt gewinnen zu können. " Wir haben noch Kapazitäten frei, die Schulen müssen lediglich die Unkosten von ungefähr 80 Mark bezahlen, alles andere übernehmen wir." Wer interessiert ist, kann sich direkt an die Umweltberatung, Telefon 969-4918, wenden oder per E-Mail an folgende Adresse: nuso@ uni-osnabrueck.de.

Dass nach einem solchen Tag aus den Kindern urplötzlich perfekte Umwelt- und Energieexperten geworden sind, erwartet niemand. So antwortet Florian aus der Klasse 2 b auf die Frage, welche Farbe denn Strom habe, sehr werbewirksam im Brustton derÜberzeugung: " Das ist einfach, Strom ist gelb, ich habe ihn schon mal gesehen."

Autor:
os


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