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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Sicher mit dem Rad vom Wall zum Nonnenpfad
 
Freie Fahrt in beide Richtungen
Zwischenüberschrift:
Unfallschwerpunkt wird entschärft
 
Verbesserungen für den Radverkehr in der Innenstadt
 
Bierstraße: Umbau bis zum Rißmüllerplatz - ADFC: Einsatz hat sich gelohnt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Verbesserungen für den Radverkehr in der Innenstadt

Sicher mit dem Rad vom Wall zum Nonnenpfad

Unfallschwerpunkt wird entschärft

19 Unfälle haben sich im vergangenen Jahr an der Ecke Nonnenpfad / Erich-Maria-Remarque-Ring ereignet. Daran waren, so die Statistik, auch Radfahrer und Fußganger beteiligt. Im Dezember kam ein Mann beim Überqueren der Fahrbahn ums Leben.

Die Gefährlichkeit des Verkehrsknotenpunktes ist der Stadt seit langem bekannt. Bisher allerdings hätten Einzelmaßnahmen die Situation nicht grundlegend verbessern können, sagt Verkehrsplaner Werner Nümann. Deshalb wollen die Verantwortlichen jetzt den Unfallschwerpunkt großflächig entschärfen. Vor allem der Radverkehr soll sicherer und attraktiver werden.

Die Umgestaltung gehört zu den großen Bauvorhaben des diesjährigen Radwegeprogramms der Stadt. Sie erfolgt in enger Abstimmung mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Osnabrück. Eine Fragebogenaktion des ADFC-Kreisverbandes hatte ergeben, dass viele Radfahrer die Zustände als unbefriedigend und gefährlich bemängeln. Sie meiden daher die Kreuzung, zumal es Anfang der neunziger Jahre bei Unfällen einige Schwerverletzte gegeben hatte. Dabei kreuzen sich hier zwei wichtige Fahrradachsen. Eine davon ist die Fernverbindung von Osnabrück nach Bremen.

Bevor die Verkehrsplaner in den nächsten Wochen das Zepter führen, erneuern die Tiefbauer zunächst die Abwasserkanäle. Die Arbeiten haben am Montag begonnen. Anschließend werden die Verkehrsinseln auf dem Remarque-Ring und an der Einmündung des Nonnenpfades einige Meter zur Kreuzungsmitte hin verlängert, um den motorisierten Verkehr beim Abbiegen zu verlangsamen. Derzeit schneiden viele Autofahrer mit hohem Tempo die Kurve.

Radfahrer und Fußgänger erhalten vom Herrenteichswall Richtung Nonnenpfad und Liebigstraße eine wesentlich klarere Wegeführung. Stadtauswärts werden die Bauarbeiter den Rad-und Gehweg um ein paar Meter zur Kreuzung hin verschwenken. Im weiteren Verlauf wird unter der Eisenbahnbrücke der Bordstein abgesenkt. Radfahrer können dann zur Mitte der Straße wechseln, um auf dem Nonnenpfad zu bleiben. Richtung Liebigstraße wird es nur noch eine Rechtsabbiegespur für den motorisierten Verkehr und stattdessen einen breiteren Radweg geben.

An etlichen Stellen des Knotenpunktes erhalten die Radwege eine leuchtend rote Markierung. Für Radler, die vom Berliner Platz kommend nach links zum Herrenteichswall fahren wollen, verspricht Verkehrsplaner Werner Nümann ebenfalls eine verbesserte Wegeführung. Für sie wird zum Abbiegen ein so genannter Schutzraum auf der Kreuzungsmitte am Inselkopf des Nonnenpfades eingerichtet. Vermutlich erhält die Kreuzung auch eine komplett neue Signaltechnik.

Rainer Lessing, Verkehrssicherheitsberater der Polizei, beklagt die hohen Geschwindigkeiten auf dem Remarque-Ring in Höhe des Nonnenpfades. Er hat beobachtet, dass Autofahrer nicht genügend Abstand halten und es so vor allem zu Auffahrunfällen kommt. Allein im vorigen Jahr sei durch alle Unfälle am Knotenpunkt ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund 500 000 Mark entstanden. Daher sind nach Überzeugung des Polizeibeamten Investitionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dringend geboten. (jan)

UNBEFRIEDIGEND ist derzeit die Situation für Radfahrer am unteren Nonnenpfad. An der Einmündung der Liebigstraße erhalten sie künftig geradeaus eine eigene Spur. Unter der Brücke wird der Bordstein abgesenkt. Fotos: Uwe Lewandowski

Freie Fahrt in beide Richtungen

Bierstraße: Umbau bis zum Rißmüllerplatz - ADFC: Einsatz hat sich gelohnt

Gute Nachricht für Radler auf der Bierstraße: Sie werden künftig ab der Lohstraße weiter Richtung Rißmüllerplatz fahren dürfen, ohne sich dabei verkehrswidrig zu verhalten. Derzeit ist dieses Teilstück stadteinwärts noch Einbahnstraße.

Nun haben die politischen Gremien die Verwaltung aufgefordert, den Abschnitt für Radfahrer auch in Gegenrichtung freizugeben. Eine solche Regelung hat sich bis zur Lortzingstraße bereits bestens bewährt. Die Sache hat allerdings bislang einen Haken: An der Einmündung zur Lohstraße müssen Radfahrer nach rechts abbiegen und gelangen nur auf Umwegen zum Wall und zur Natruper Straße. Viele fahren trotzdem geradeaus und nehmen ein Strafmandat in Kauf.

Voraussetzung für die geplante Freigabe der Einbahnstraße ist der komplette Umbau des Teilstücks bis zum Rißmüllerplatz. Die Bierstraßc ist hier nämlich nur drei Meter breit, so dass ein Begegnungsverkehr von Autos und Radfahrern ohne gegenseitige Gefährdung nicht möglich ist. Der städtische Verkehrsplaner Werner Nümann weist darauf hin, dass die Planungen im Detail noch nicht ausgereift sind. Die Anlieger sollen beteiligt werden.

Ein grober Entwurf sieht einen verkehrsberuhigten Bereich mit einer einheitlich gestalteten, mindestens viereinhalb Meter breiten Fahrbahn ohne Bordsteinkanten vor. Alle Parkplätze sollen erhalten bleiben, sie werden aber anders angeordnet. Kopfzerbrechen bereitet den Planern noch die Anbindung des Radverkehrs an den Rißmüllerplatz. Die bisherige Ampelschaltung muss verändert werden. Im nächsten Jahr will die Stadt das Bauvorhaben realisieren.

Der ADFC-Kreisverband ist mit den Planungen für die Bierstraße rundum zufrieden. Seit Jahren hatte der Fahrrad-Club die Freigabe gefordert. " Unser Einsatz hat sich gelohnt", freut sich der verkehrspolitischer Sprecher Peter Viebahn. Nun könnten Radfahrer zum Beispiel vom Hauptbahnhof auf direktem Weg durchs Zentrum in die westlichen Stadtteile gelangen.( Jan)

NOCH IST ES VERBOTEN, auf der Bierstraße geradeaus Richtung Rißmüllerplatz zu radeln. Im kommenden Jahr will die Stadt die Einbahnstraße freigeben.
Autor:
jan


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