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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Statt Asphalt bald Pflanzen
Zwischenüberschrift:
Sutthausen: Teilfläche auf dem Schulhof wird entsiegelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
DIE ERSTEN ASPHALTSTÜCKE UND STEINE wurden gestern an der Grundschule Sutthausen entfernt. Begutachtetet wurden die Arbeiten von Detlef Gerdts (Fachbereich Grün und Umwelt), seinem Mitarbeiter Ulrich Beermann, Schulleiterin Martina Lade, Konrektorin Susanne Herting und Michael Kühl vom Fachbereich Schule und Sport (von links). Foto: Klaus Lindemann

Statt Asphalt bald Pflanzen

Sutthausen: Teilfläche auf dem Schulhof wird entsiegelt

Der Bagger hebt vorsichtig die Schaufel an und bricht ein größeres Stück aus der Asphaltdecke, Arbeiter nehmen nach und nach Steine aus dem Belag und wuchten sie auf eine Holzpalette. Gestern Vormittag begannen Mitarbeiter des Fachbereichs Grün und Umwelt mit der teilweisen Entsiegelung des Schulhofes der Grundschule Sutthausen.

Knapp 25 Jahre, nachdem die Schule am Egon-von-Romberg-Weg in der heutigen Form ausgebaut wurde, soll der Pausenhof jetzt eine neue Form bekommen. An drei Stellen wird die Stein- und Betondecke des rund 1000 Quadratmeter großen Geländes entfernt, während der Herbstferien sollen hier Grünbereiche angelegt werden.

" Die Entsiegelung bringt vor allem für die Schulkinder ein größeres natürlicheres Erlebnisumfeld", meint Delef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Entstehen soll eine achteckige, mit Hecken eingefasste Fläche; ein weiterer Bereich wird gemulcht, also mit Häch-selmaterial aus Baumrinde bestreut. Ein dritter Abschnitt soll ebenfalls bepflanzt und mit Rasen gestaltet werden. " Bei gutem Wetter könnte er auch als " offenes Klassenzimmer" dienen", erklärt Schulleiterin Martina Lade.

Die Lehrer könnten den Kindern im Unterricht natürlich auch die Folgen der Versiegelung von Landschaftsabschnitten erklären und sie für ökologische Probleme interessieren, meinte Gerds: " Rund 130 Hektar Fläche werden in Deutschland täglich versiegelt, die 300 Quadratmeter hier würden theoretisch innerhalb von 20 Sekunden wieder unter Asphalt und Stein verschwinden."

Als Nebeneffekt habe das etwa 15 000 Mark teure Projekt auch Auswirkungen auf die natürliche Entwässerung. Auf 300 Quadratmeter Fläche fallen jährlich rund 20 000 Liter Regenwasser, die zukünftig im Boden versickern können und nicht über die Regenwasserkanalisation in die Düte gelangen. " An manchen Abschnitten des Baches sind durch hohe Regenwasserzufuhren Erosionen entstanden", so Gerdt weiter.

Möglich geworden war die Umsetzung durch eine Ausschreibung der Stadt. Eltern, Lehrer und Schüler hatten daraufhin ein kleines Konzept für die Neugestaltung des Schulhofcs entworfen und dem Fachbereich vorgestellt.

Autor:
klm


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