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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Rechtzeitig: Privatmann säbelte den Bärenklau um
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Illoshöhe: Nachbarn hatten das Ordnungsamt eingeschaltet
Artikel:
Kleinbild
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Rechtzeitig: Privatmann säbelte den Bärenklau um

Illoshöhe: Nachbarn hatten das Ordnungsamt eingeschaltet

In letzter Sekunde konnten die Ordnungsbehörden der Stadt jetzt einen sich anbahnenden Nachbarschaftsstreit an der Illoshöhe abwenden: Im Mittelpunkt standen blühende Pflanzen des Riesen Bärenklaus auf einem unbebauten Privatgrundstück.

Die seit Jahren ungenutzte Fläche inmitten schmucker Einfamilienhäuser hatte sich in diesem Jahr zu einem Biotop für die auch Herkulesstaude genannte Riesenpflanze entwickelt. Die Nachbarn sahen es mit wachsendem Unbehagen, denn " Stalins Rache" sondert über seinen Saft ein Gift ab, das unter Sonneneinstrahlung zu schweren Hautverätzungen führen kann. Außerdem wucherte die Pflanze vor dem besagten Grundstück weit in den Bürgersteig hinein.

Anlieger wendeten sich an Grünflächenamt und Ordnungsamt, zumal das Grünflächenamt erst kürzlich noch um Mithilfe beim Kampf gegen die aus dem Kaukasus eingeschleppte Pflanze aufgerufen hatte. " Die beim Grünflächenamt sagten, sie seien auf einem Privatgrundstück nicht zuständig und verwiesen an das Ordnungsamt", berichtete ein empörter Nachbar. Den direkten Weg zum Eigentümer habe er nicht gehen können, da er keinen Namen kenne und es sich um eine Erbengemeinschaft handeln solle.

Weitere Anwohner beschwerten sich, da sie eine Gefahr für Kinder und Besucher der angrenzenden Kleintierpraxis sahen.

" Wir sind den pragmatischen Weg gegangen", erklärte jetzt Rolf Elbracht, Chef der Ordnungsbehörde. Er habe sich an die Eigentümerin gewendet, und die habe ihren Sohn beauftragt, sich um die Situation zu kümmern. " Inzwischen sind die Pflanzen von ihm umgesäbelt worden", freute sich Elbracht. " Damit ist die Sache im Sinne aller erledigt und wir haben ganz bewusst diesen Weg beschritten", machte der Fachmann die nicht ganz einfache Rechtslage klar.

Wenn sich die Eigentümerin nämlich nicht wie diesem Fall sofort kooperativ gezeigt hätte, hätte die Stadt ordnungsrechtlich lediglich die auf den Bürgersteig ragenden Blätter als Hebel verwenden können. " Sonst wäre so etwas grundsätzlich nur zivilrechtlich über eine Klage von Nachbarn in den Griff zu bekommen", betonte Elbracht. (fr)

VORHER: So sah es noch vor wenigen Tagen auf dem Grundstück an der Illoshöhe aus.

Foto: Elvira Parton

NACHHER: Die Gefahr einer Weiterverbreitung wurde gerade noch rechtzeitig gebannt.Foto: Klaus Lindemann
Autor:
fr


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