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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Internet macht´s möglich: Ein Bürgerecho wie noch nie
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Neuer Flächennutzungsplan für Osnabrück: Stadtentwicklungsausschuss will heute über 230 Eingaben entscheiden
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Internet macht' s möglich: Ein Bürgerecho wie noch nie

Neuer Flächennutzungsplan für Osnabrück: Stadtentwicklungsausschuss will heute über 230 Eingaben entscheiden

Mit einer ungewöhnlich breiten Bürgerbeteiligung geht das Verfahren für den neuen Flächennutzungsplan zu Ende. 230 schriftliche Eingaben gingen beim Fachbereich Städtebau ein, unterschrieben von über 2 000 Osnabrückern. Schwerpunkte sind die Westumgehung, das länderübergreifende Gewerbegebiet in Atter und eine kleine Baufläche in Eversburg. Heute will der Stadtentwicklungsausschuss entscheiden.

Die Einwendungen von Bürgern, Unternehmen und Initiativen füllen 60 Seiten. Stadtplaper Siegfried Kaemmrer führt das große Echo auch auf die Darstellung im Internet und auf die umfassende Berichterstattung unserer Zeitung zurück. Zahlreiche Bürger haben die Möglichkeit genutzt, ihre Stellungnahme per E-Mail abzugehen.

Im April 2000, als es noch um den Vorentvvurf ging, wurde die Internetseite zum Flächennutzungsplan unter www.osnabrueck.de 4 500 Mal aufgerufen. Ein Jahr später, bei der öffentlichen Auslegung, registrierten die Rechner sogar über 18 000 Zugriffe allein im Monat März (ohne die Plandarstellung).

Die meisten Hinwendungen zeigen nicht etwa neue Konflikte auf, sondern wärmen Diskussionen der vergangenen Jahre auf. So hat das Thema Westumgehung Gegner und Befürworter zu umfangreichen Stellungnahmen bewegt. Nach dem Vorschlag des Fachbereichs Städtebau soll sie als Option im Flächennutzungsplan bleiben.

Gegen ein Gewerbegebiet an der Landesgrenze zwischen Atter und Lotte hat sich das Bürgerforum Atter gemeinsam mit einer Reihe von Betroffenen ausgesprochen. Für die Planung tritt dagegen die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) ein, die ihr Plädoyer für neue Gewerbegebiete mit der Schaffung von Arbeitsplätzen begründet. Die Stadt will diesem Argument folgen.

Für eine konsequentere Nutzung erneuerbarer Energien vermisst der Solarenergieverein Osnabrück klare Festlegungen im Flächennutzungsplan. Ebenso wie der Bundesverband Windenergie spricht er sich neben dem Piesberg für weitere Standorte aus, an denen Windgeneratoren errichtet werden dürfen. Auch dieses Ansinnen wird von der Stadt zurückgewiesen, weil die Nutzung der Windenergie in einem dicht besiedelten Gebiet wie Osnabrück konfliktträchtig sei. Der Stadtsportbund fordert dagegen einen Standort für eine 20 ha große Sportarena. Auch diese Anregung will der Fachbereich Städtebau nicht in den Flächennutzungsplan aufnehmen. Das Vorhaben lasse sich auch unabhängig von der FNP-Aufstellung voranbringen, heißt es in der Stellungnahme.

Insgesamt sieht der vorliegende Entwurf 235 ha für Wohn- und Gewerbeflächen vor. Frühere Überlegungen zielten noch auf über 300 ha ab. Im Rat ist diese von der rotgrünen Mehrheit getragene Einschränkung umstritten.

Die FDP-Fraktion im Stadtrat forderte gestern, den Flächennutzungsplan von der heutigen Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses abzusetzen. Erst in diesen Tagen hätten die Ratsmitglieder die Eingaben der Bürger erhalten, heißt es in der Stellungnahme. In der knappen Zeit sei es kaum möglich, alle Punkte ernsthaft zu prüfen und zu beraten. Nach Ansicht der FDP sollte der FNP nach der Kommunalwahl am 9. September verabschiedet werden, weil er sonst womöglich dem neuen Rat in gestaltungspolitischer Hinsicht " Ketten anlegen" würde. (rll)
Autor:
rll


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