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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Über der Altlast wächst ein Wäldchen
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Schneppersche Tongrube: Stadt nimmt entgültig Abschied von Bebauung
Artikel:
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Originaltext:
Über der Altlast wächst ein Wäldchen

Schneppersche Tongrube: Stadt nimmt endgültig Abschied von Bebauung

Die Stadt will sich nun endgültig von einer Bebauung der Schnepperschen Tongrube in Hellern verabschieden. Nach einem neuen Entwurf aus dem Fachbereich Städtebau soll die 4, 2 ha große Altlast bleiben, was sie ist: Eine Grünfläche, die sich die Natur zurückerobern darf. Am 8. Mai findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Grundschule Hellern an der Großen Schulstraße 83 statt.

Rund 60 Eigentumswohnungen, Bungalows und Reihenhäuser sollten auf dem Gelände entstehen. Doch im Januar 1986 platzte die Bombe, und die Stadt wurde von ihrer Vergangenheit eingeholt. Es ließ sich nicht länger beschönigen, dass unter der Erde der Müll aus den 50er und 60er Jahren steckte. Von Giftstoffen und explosiven Gasen war die Rede, ein Baustopp unumgänglich.

Inzwischen hat die Stadt eine Gas- und Sickerwasserdrainage mit mehreren Kontrollbrunnen gebaut und die belastete Erde in den Gärten der angrenzenden Häuser ausgetauscht. Doch die Idee, im gesamten Plangebiet den Boden auszubaggern, erwies sich schnell als unrealistisch. Fachleute schätzen, dass eine Million Tonnen Müll im Untergrund schlummern, neben Hausmüll auch Bauschutt und industrielle Abfälle.

Allein die Entsorgung dieser mit Öl, Phenol und PCB, mit Zyaniden und Schwermetallen angereicherten Hinterlassenschaften würde Unsummen verschlingen. Wenn schon keine Wohnbebauung, dann bliebe ja immer noch eine gewerbliche Nutzung, sagten sich einige Grundstückseigentümer, die von dem Baustopp auch einen wirtschaftlichen Schaden davongetragen haben. So ginge von der Altlast keine Gefahr für die Wohnbevölkerung, insbesondere für spielende Kinder, aus. Und im nicht gerade mit Bauflächen gesegneten Osnabrück fände sich noch eine Nische für den einen oder anderen Gewerbebetrieb.

Dieser Vorschlag fiel bei Planern und Politikern aus städtebaulichen Gründen durch. Ein Gewerbegebiet, das derart von der Wohnbebauung umzingelt ist, hätte einen störenden Einfluss, heißt es aus dem Fachbereich Städtebau.

Deshalb soll die Fläche Brachland bleiben - und der " Entwicklung von Natur und Landschaft" dienen, was in unseren Breiten einer Entwicklung zum Wald gleichkommt.

Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung legt die Stadt den Entwurf für den Bebauungsplan Nr. 291 (Schneppersche Tongrube Hellern) vom 30. April bis zum 14. Mai öffentlich aus. Die Pläne sind während der Bürozeiten im Dominikanerkloster (Fachbereich Städtebau) zu sehen. Dort können auch Bedenken und Anregungen eingebracht werden. (rll)

EIN WÄLDCHEN entwickelt sich auf dem Areal der Schnepperschen Tongrube in Hellern, für das 4, 2 ha große Alllastgelände (auf dem Foto im Vordergrund zu sehen) will die Stadt jetzt den Bebauungsplan ändern. Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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