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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Regenwetter: Ein guter Tag zum Bäumepflanzen
Zwischenüberschrift:
79 neue Stämme am Landwehrgraben in die Erde gesetzt
Artikel:
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Originaltext:
Regenwetter: Ein guter Tag zum Bäumepflanzen

79 neue Stämme am Landwehrgraben in die Erde gesetzt

Ein guter Tag zum Bäumepflanzen war er, dieser gestrige " Tag des Baumes": Regen fiel vom Himmel und die jungen Gewächse konnten ihre Wurzelballen schön ins feuchte Erdreich drücken. Als fies und nass empfanden hingegen die Menschen das Wetter, als sie am Landwehrgraben in Eversburg die letzten von 79 Bäumen einsetzten.

Klimaschutz und Landschaftsverbesserung sollen sie bringen, die neuen Bäume zwischen Landwehrgraben und dem Baugebiet In der Masch. Doch es sind nicht irgendwelche Arten, sondern die " Bäume des Jahres", die von Mitarbeitern des Fachbereichs Grün und Umwelt, Mitgliedern des Umweltausschusses und Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann in die Erde gesetzt wurden. Seit 1989 ist es üblich, am " Tag des Baumes" auch einen " Baum des Jahres" zu küren. Das waren Eichen (1989), Buchen (1990), Linden (1991), Ulmen (1992), Speierling (1993), Elbe (1994), Ahorn (1995), Hainbuche (1996), Eberesche (1997), Wildbirne (1998), Silberweide (1999), Sandbirke (2000) und die Esche in diesem Jahr. Diese dreizehn Baumarten wurden nun alle am Landwehrgraben eingepflanzt.

Allerdings nicht " in Reih und Glied", wie Bernhard Schilling vom Grünflächenamt unterstrich, sondern in Figuren. Die Eichen zum Beispiel in einer doppelreihigen Allee, die Buchen in einem Kreis (ihre Kronen sollen in einigen Jahren zusammengewachsen sein), die Linden in einer Reihe, andere Bäume in Zickzack-Linien.

Der " Tag des Baumes" ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern geht auf den Amerikaner Julius Sterling Morton zurück, der 1851 im baumlosen Nebraska auf seiner kleinen Farm Büsche und Bäume als Erosionsschutz pflanzte. 1872 forderte er einen " Tag des Baumes" und der Bundesstaat Nebraska stimmte zu. Andere US-Staaten folgten, pflanzten an diesem Tag neue Bäume. Morton wurde ein Denkmal gesetzt mit der Inschrift " Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft". Seit 1885 wird der " Tag des Baumes" am 25. April gefeiert - Mortons Geburtstag. Zu Beginn der 5Oer Jahre unseres Jahrhunderts folgten die Vereinten Nationen diesem Brauch und in Deutschland wurde der Tag am 25. April 1952 zum ersten Mal begangen. Bundesprasident Theodor Heuss pflanzte im Bonner Hofgarten einen Ahornbaum. Am Landwehrgraben in Eversburg sollen die 79 Bäume nicht nur das Stadtklima verbessern helfen, sondern auch Schatten spenden, und einen " fließenden, grünen Übergang" zwischen der Geometrie der Häuser im neuen Baugebiet und der Grünflache mit dem renaturierten Gewässer schaffen.

BEI STRÖMENDEM REGEN wurden in Eversburg am " Tag des Baumes" Eichen in die Erde gesetzt. Foto: Gert Westdörp

AM KAMP wurde gestern der letzte Baum aus der Erde geholt. Er muss der neuen Bebauung weichen und wird, wie die anderen vor ihm, auf dem Zooparkplatz und am Hauswörmannsweg einen neuen Standort finden. Foto: Jörn Martens
Autor:
d.


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