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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Kipper machten Molchen Platz
Zwischenüberschrift:
Piesberg: Caro-Schüler übernehmen Teich-Patenschaft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kipper macht den Molchen Platz

Piesberg: Caro-Schüler übernehmen Teich-Patenschaft

Schwere Lastwagen stehen bei Naturschützern meist nicht im besten Ruf. Aber ohne die schweren Brummer gäbe es wohl nicht das hübsche Biotop auf dem Piesberg, in dem sich Bergmolche und Sumpflaufkäfer tummeln. Schüler des Gymnasiums Carolinumübernehmen jetzt die Patenschaft für den Tümpel, in dem früher die Lastwagen gewaschen wurden. Das Projekt kommt über das Museum Industriekultur zu Stande. Der Teich wurde vor Jahrzehnten künstlich angelegt. Welchem Zweck er einst diente, erklärte Nico Steudel, der Geschäftsführer der Piesberger Steinindustrie, gestern in einem Pressegespräch: Um die Kipper aus dem Steinbruch von ihrer Schlammkruste zu befreien, schickte man sie bis 1964 durch diese " Waschanlage". Seitdem blieb das stille Gewässer sich selbst überlassen. Es bildete sich Röhricht, später kamen Bergmolche und Teichmolche. Inzwischen gehört auch ein seltener Sumpflaufkäfer zu den Bewohnern. Seit einigen Jahren steht der Tümpel als sogenanntes 28-a-Biotop unter Naturschutz.

Birken bedrohen das Krötenparadies

Doch das 10 mal 40 Meter große Paradies droht zu verlanden, weil sich in den vergangenen Jahrzehnten Birken, Salweiden und Zitterpappeln ausgesät haben. Werden die Bäume nicht gerodet, dann bleibt nur noch ein Wäldchen zurück. Ein Betätigungsfeld für die Schüler der Caro-Lehrerin Petra Hirschfelder: Mit Sägen und Äxten machten sie sich gestern ans Werk. Die Carolinger aus der 8. Klasse und der Biologie-AG wollen sich auch in Zukunft um den Tümpel kümmern.

Aber nicht nur Handarbeit ist gefragt. In den kommenden Tagen soll ein Bagger kommen, damit der Teich wieder als solcher zu erkennen ist. Regina Wichmann und Gunda König, zwei diplomierte Ingenieurinnen des Fachgebiets Landschaftsentwicklung, koordinieren die Arbeiten für das Biotop. Sie führen im Auftrag des Museums Industriekultur Schulklassen und andere Gruppen durch den Steinbruch. Die Piesberger Steinindustrie legt allerdings Wert darauf, dass an Werktagen nur die vom Museumangemeldeten Führungen stattfinden. Spaziergänger, die sich auf eigene Faust im Steinbruch aufhalten, werden aus Sicherheitsgründen nicht geduldet. (rll)

KAUM NOCH ALS WASSERFLÄCHE zu erkennen: Schüler des Gymnasiums Carolinum entfernt gestern Birken und Weiden aus dem Tümpel auf dem Steinbruchgelände. Foto: Klaus Lindemann

Autor:
rll


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