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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Katharinenviertel: Städtebaulichen Frevel verhindern"
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sorge wegen eines möglichen Fugenvergusses am Natursteinpflaster Katharinenviertel machen sich Leser. Diskussionen gibt es auch um die Qualität der Fahrradstraße (" Städtebauliches Kleinod würde versaut / Ausgabe vom 17. Oktober).

" Einen städtebaulichen Frevel gild es zu verhindern: die Fugen des neu verlegten Natursteinpflasters in den Querstraßen des Katharinenviertels sollen mit Bitumen vergossen werden. Diese Maßnahme ist beabsichtigt, um den Straßenbelag fahrradgängiger zu machen - als Antwort der städtischen Baubehörden insbesondere auf den Druck des ADFC. Dieorganisierten Radler gehen m. E. von falschen Voraussetzungen aus: als Fahrrad-Berufspentler behaupte ich, dass man bei angepasster Geschwindigkeit sehr wohl hinreichend komfortabel und sicher auf dem Großsteinpflaster fahren kann, ohne Schwierigkeiten, das Fahrrad zu stabilisieren, ohne Gefahr für die Bandscheiben, meinerseits auch ohne Fluchtgedanken zu den klinkerplattierten Gehwegen vor den Häusern. Das leichte Ruppeln unterm Hindern hat wohlwollenden Mahncharakter: du bist nicht auf der Autobahn, sondern in einem Wohngebiet. Die leicht gedrosselte Geschwindigkeit nehme ich für den Segen annähernder Autofreiheit gern inkauf. Wie auf der Autobahn komme ich mir dagegen zuweilen auf der Längsachse des Katharinen-Fahrrad-Paradies vor: auf der betonsteinpflasterten Piste sind unangepasst hohe Fahrgeschwindigkeiten, stumpfe Missachtung von Verkhersregeln und wenig rücksichtsvolles Verhalten Anlass für Ärger, Beinaheunfälle und tatsächliche Kollisiationen. Hier gibt es ein wavhsendes Problem für Radfahrer - mitten in einer verkehrsberuhigten Zone. Wie salomonisch kommt da der verkehrsberuhigende Effekt eines leicht rubbeligen Großsteinpflasters daher - ohne Verkehrsschilder, ohne Kontrollen: naturbelassene Geschindigkeitsbegrenzung mindert Gefahren für straßenquerende Fußgänger, spielenden Kinder und kreuzende Schnellradler an den Straßeneinmündungen. Der teerschwarze Fugenverguss löst kein Problem: die Rundungen der Steine bleiben, der glättende Effekt wird enttäuschen. Für immer versaut würde jedoch ein städtisches Kleinod: Piesberger Naturstein und Penter Klinker auf den Straßeneines gewachsenen Osnabrücker Stadtteils: schön, haltbar, typisch."
Dr. Volker Kötter
Martinistr. 79
Osnabrück

" Ich kann Frau Klostermann nur zustimmen, das hier mal wieder nicht weitgenug gedacht wurde. Weder eignet sich das Pflaster als Verkehrsfläche für Radfahrer, wo zu den Unebenheiten jetzt im Herbst und Winter auch noch eine erhöhte Rutschgefahr hinzukommt. Noch eignet sich die Pflasterung als Spielfläche für Kinder auf Grund hoher Stolper- und Rutschgefahr. Zu dem städtebaulichen Aspekt lässt sich nur sagen, dass in einer Straße, die 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr mit Autos zugeparkt ist, es einfach kein städtebauliches Kleiod gibt. Wie es besser geht, hat die Stadt z. B, in der Krahnstraße ja durchaus gezeigt. Dort ist ein ansehliches und funktionales Pflaster verlegt worden."
Jörg Buchholz
Laischaftsstraße 54
Osnabrück

" Als Radfahrerin ist für mich die günstigste und sicherste(!) Verbindung zwischen Lotter und Martinistraße das Katharinenviertel. Leider wird es durch das Kopfsteinpflaster schwierig, Fahrräder ohne größere Schäden hindurch zu lavieren. So werden ich immer häufiger gezwungen, auf den Wall auszuweichen, der wegen des Auto- und Lkw-Verkehrs ebenso unangenehm zu befahren ist. Es bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera. Von der hässlichen Ausfugung á la Johannisstraße verspreche ich mir nicht den gewünschten Erfolg. Als Lösung schlage ich vor, im Katharinenviertel einen schmalen Fahrradstreifen wie auf den Teerstraßen zu ziehen, allerdings in einer unauffälligen pflasterähnlichen Farbe."
Dorthee Hartmann
Lotter Straße 129
Osnabrück

" Es ist schon ei Problem mit den Straßen im Katharinenviertel: Grundgedanke der Verkehrsplaner ist offenbar, dass dieses innenstadtnahe Wohnviertel dem umweltfreundlichen Fahrradverkehr und sonst nur den Anliegerverkehr dienen sollte. Der Fahrradverkehr soll von der Lotter Straße und Martinistraße hierher verlagert werden. Das ist weitgehend gelungen, aber das grobe Kopfsteinplaster auf den Querstraßen ist das Problem, da bietet sich nur das rote Klinkerpflaster als Radfahrweg an. Der zugelassene sonstige Verkehr (Kfz) wäre bedeutungslos, jedenfalls als Durchgangsverkehr, wenn sich nur die Kraftfahrzeugführer an die Straßenverkehrsordnug halten würden: In den verkehrsberuhigten Zonen nur Schrittgeschindigkeit fahren; an den Kreuzungen (Katharinen-/ Herder- und Katharinen-/ Arndtstraße) die Zeichen für die ' Vorgeschiebene Fahrtrichtung' (blaues Schild mit weisßem Pfeil) beachten und auf den Fahrradstraßen Katharinen- und Augustenburger Straße nur ' mäßige' Geschwindigkeit fahren. Dann gäbe es auch nich die ' Rennstrecke' von der Martini- über die Herder-, Katharinenstraße (zulässig) dann links in die Arndtstraße (unzulässig) zur Lotter Straße, die jetzt viel befahren oder sogar ' gebrettert' wurde, bis vor kurzem die kanalarbeiten dieses unmöglich machten. Auch von der Lotter Straße über die Herderstraße ist die Durchfahrt zur Katharinenstraße oder weiter zur Martinistraße unzulässig. Aber Verkehrsteilnehmer sind findig, wenn es Wege gibt, die auch unter Missachtung der Verkehrszeichen Vorteile bringen. (...) Jede Verkehrsreglung kann aber nur durchgesetzt werden, wenn auch eine Überwachung und Ahndung von Verstößen erfolgt. Auf Einsicht der Verkehrsteilnehmer zu hoffen, ist leiter ' blauäugig'. Was wäre die Folge, wenn die Fugen des Kopfsteinpflasters vergossen würden? Radfahrer wie Dr. Kötter (und ich) würden weiter (zulässig) auf dem Klinkerstreifen fahren, aber Autofahrer würden noch weniger als jetzt ihre Fahrgeschwindigkeit auf Schrittgeschwindigkeit herabsetzen. Frau Klostermann müsste sich sicher daran gewöhnen! Ob ihr das leichter wird, als auf den von ihr ' so genannten' Gehwegen fand? Kinderspiele, wie es eigentlich die Straßenverkehrsordnung in diesen ' verkehrsberuhigten Zonen' vorsieht, kann Frau Klostermann ihren Enkeln sicher nicht zulassen! Schade eigentlich; ich könnte in meiner Kindheit sogar auf dem Schlosswall noch Fußball spielen..."
Dierk Siebel
In der Barlage 90
Osnabrück

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Autor:
Dr. Volker Kötter, Jörg Buchholz, Dorothee Hartmann, Dierk Siebel


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