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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Belohnt wird, wer ihm den Boden gut bereitet
Zwischenüberschrift:
Beim Blühen "arbeiten" Alpenveilchen im Team
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Heute: Das Alpenveilchen

Belohnt wird, wer ihm den Boden gut bereitet

Beim Blühen " arbeiten" Alpenveilchen im Team

Alpenveilchen haben im Laufe der Generationen schon ein bisschen Erdgeschichte miterlebt, denn die Gattung gibt es, so vermutet die Wissenschaft, bereits seit der erdgeschichtlichen Neuzeit.

Die Heimat des Alpenveilchens sind alpine Zonen: In den Bergen Mitteleuropas, im Mittelmeergebiet, im Kaukasus, in Griechenland und Kleinasien wachsen sie heute noch wild. Unter den rund 14 Arten gibt es viele verschiedene Blütenformen. Den Botanikern war die mal kugelige, mal scheibenförmige Knolle, aus der das Alpenveilchen wächst, wichtig genug, um bei der wissenschaftlichen Namensgebung Pate zu stehen: Der Gattungsname Cyclamen ist abgeleitet aus dem griechischen Wort Kyklos (= Kreis) oder Kyklaminos (= kreisförmig, rund). Hiermit wird die Form der Cyclamenknolle bezeichnet.

Zur Freude vieler Gartenbesitzer übernehmen Alpenveilchen im Garten eine angenehme Arbeitsteilung: Blühen die einen, ruhen die anderen. Eine wintergrüne Art ist das Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium, auch teilweise als C. europaeum oder C. neapolita-num bezeichnet). Diese Art besticht mit seinen rosa Blüten und apart grau-weiß gezeichnetem, efeuähnlichem Laub. Erst im Frühling zieht sich dieses Alpenveilchen zu einer kurzen Ruhepause zurück. Dann ist aber schon wieder die Zeit gekommen für eines der ganz frühen Freilandalpenveilchen: Cyclamen coum. Im Botanischen Garten der Universität Osnabrück ist es derzeit in voller Pracht zu bewundern. Es hat seinen Platz am Weg von der Schutzhütte zum Duftpflanzenbereich. Seine ursprüngliche Heimat ist die Türkei. Die kleinen Blüten dieser Pflanze erscheinen oft schon in den Zeit der Schneeschmelze. Alle Alpenveilchen im Freiland verlangen einen durchlässigen, sandig-lehmigen, aber doch humosen Boden mit geringer Kalkbeimischung. Auf keinen Fall darf die Erde stauende Nässe aufweisen. Wer die Ansprüche des Alpenveilchens an seinen Standort erfüllt, wird dafür auch belohnt: Es gibt keine Probleme mit den Nachkommen, sie säen sich an Ort und Stelle selbst aus. (jm)

BLÜHT OFT schon während der Schneeschmelze: Alpenveilchen der Art Cyclamen coum.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
jm


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