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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Große Straße: Der Brunnen soll nicht austrocknen
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Weitere Kosten durch marode Technik
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Große Straße: Der Brunnen soll nicht austrocknen

Weitere Kosten durch marode Technik

Die fehlende Million für den Umbau der Großen Straße ist noch nicht einmal verdaut, da bahnt sich neues Ungemach an: Wenn das Wasserspiel an der Einmündung zur Georgstraße erhalten bleiben soll, muss die Brunnenkammer erneuert werden. Und das kostet weitere 80 000 Mark. Überlegungen, die Skulptur von Walter Mellmann nun " trocken" fallen zu lassen, erteilte der Stadtentwicklungsausschuss jedoch eine Absage.

Der Brunnen, der im Oktober 1973 als Schenkung der Kaufleute aufgestellt wurde, sollte nach den Architektenplänen auch die neugestaltete Große Straße zieren. Jetzt hat der Fachdienst Straßenbau (das frühere Tiefbauamt) jedoch festgestellt, dass die Pumpenanlage verschlissen ist. Um keinen weiteren Ärger zu riskieren, machte Fachdienstleiter Jürgen Schmidt vor dem Stadtentwicklungsausschuss einen unkonventionellenVorschlag: Die 3, 50 Meter hohe Brunnenplastik solle nur " noch als Skulptur" das neue Pflaster zieren, aber nicht als Wasserspiel. Andernfalls könne man ja auch ganz darauf verzichten.

Doch mit dieser Idee brachte Schmidt den ganzen Ausschuss gegen sich auf. Von fast allen Seiten wurde ihm entgegengehalten, dass es zu wenig Brunnen in der Stadt gebe, dass auch die Kinderkommission mehr Wasserspiele gefordert habe und dass es insgesamt um die Attraktivität der Großen Straße gehe.

Im Übrigen handle es sich um ein Geschenk, das man nicht nach Belieben aus dem Verkehr ziehen könne.

Der SPD-Politiker Uwe Körte erinnerte sich, dass die Mellmann-Plastik ihre Stifter seinerzeit 115 000 Mark gekostet habe. Für die Brunnenkammer und die Technik des Wasserspiels sei die Stadt aufgekommen - mit 50 000 Mark. Es sei unwürdig, ein solches Geschenk " irgendwo hinter dem Museum" aufzustellen. Dieser Meinung schlossen sich die anderen Ausschussmitglieder an. Woher die fehlenden 80 000 Mark kommen sollen, wurde allerdings noch nicht festgelegt.

Dafür gab es neue Zahlen über das Millionenloch, das kürzlich in der Finanzierung der Großen Straße aufgetaucht ist. Nach der Aufschlüsselung von Fachdienstleiter Jürgen Schmidt gehen 60 0000 Mark auf bauliche Verteuerungen zurück, die übrigen 40 0000 Mark fehlten jedoch in der Kasse, weil sich weniger Anlieger als zunächst geplant an der Finanzierung beteiligt hätten.

Die genannten 60 0000 Mark an Baukostenerhöhungen seien bisher nur zu einem Drittel konkret angefallen. Für den Rest müssten die Aufträge erst noch erteilt werden. Schmidt schlug vor, Einsparungen am Bahnhofsvorplatz in der Größenordnung von 300 000 Mark für die Große Straße umzuwidmen. Was darüber hinaus gehe, könne aus dem Haushalt für das Jahr 2002 aufgebracht werden. (rll)

DER BRUNNEN von Walter Mellmann wurde im Oktober 1973 gestellt. Soll er ein Wasserspiel bleiben oder zur Plastik degradiert werden? Foto: Gert Westdörp

Autor:
rll


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