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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Kraftakt zur Sanierung der Nackten Mühle
Zwischenüberschrift:
Technisches Hilfswerk hievte historische Säge ins Freie
Artikel:
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Originaltext:
Kraftakt zur Sanierung der Nackten Mühle

Technisches Hilfswerk hievte historische Säge ins Freie

" Eins zwei, und hoooch!" Mächtig schallt das Kommando durch das alte Mühlengebäude - doch die Kreissäge bewegt sich nicht. Fünf jugendliche des Technischen Hilfswerkes Osnabrück bemühen sich vergeblich, das betagte Teil anzuheben. Nach näherer Untersuchung wird festgestellt, dass ein dicker, verborgener Eisenbolzen den Sägetisch mit mehreren Bodenbohlen verbindet. Der muss erst entfernt werden, dann ist der Weg frei: die historische Kreissäge zum Besäumen von frisch gesägtem Schnittholz kann ins Freie getragen werden.

Acht THW-Helfer Inklusive Gruppenleiter waren am Samstag zum Sägewerk der Nackten Mühle in Haste angerückt, um " reinen Tisch" zu machen. Weil das als technisch-ökologischer Lernstandort genutzte Baudenkmal renoviert werden soll, hatte der verantwortliche Verein für Jugendhilfe um Unterstützung gebeten: Der Sägeschlitten der Gattersäge musste aus dem Gebäude entfernt werden, ebenso die Kreissäge, der Besäumschlitten und die Schienen für die Schnittholz-Lore. Erst dann können die alten Eichenbohlen ersetzt werden, die den Sägeraum von dem darunter liegenden Spänebunker trennen.

Diese Sanierung war notwendig geworden, weil Besuchergruppen über die unebenen alten Bohlen stolpern könnten. Außerdem war das alte, von einer Wasserturbine angetriebene Sägewerk an der Nette von der Berufsgenossenschaft vorübergehend stillgelegt worden. " Die Sicherheit bei Vorführungen war nicht mehr gewährleistet", erklärt Björg Dewert, die beim Jugendhilfeverein als Umweltpädagogin tätig ist. Sie kümmert sich jetzt darum, dass die Nackte Mühle samt Sägewerk wieder uneingeschränkt als technisch-ökologischer Lernstandort genutzt werden kann.

Denn neben der Erforschung der Lebensräume Gewässer, Baum, Strauch und Wiese ist das Nachvollziehen, wie früher Holz mit Hilfe von Wasserkraft bearbeitet wurde,

wichtiger Bestandteil der Nutzung der Nackten Mühle als Lernstandort. Nach der Restaurierung wird man wieder beobachten können, wie das Wasser der Nette in die Turbine geleitet wird, wie über Wellen und Bänder das Sägewerk angetrieben wird und die große Gattersäge ganze Baumstämme zerteilt.

" Wir arbeiten zurzeit an einem Gesamtkonzept, um die Nutzung des Standortes in seiner Gesamtheit gewährleisten zu können", erklärt Dewert. Dazu sei es wünschenswert, dass alle Förderer des Vereins an einem Strang ziehen. Nur dann sei es beispielsweise wieder möglich, jemanden einzustellen, der das Sägewerk technisch betreut - wie es vor einigen Jahren der Fall gewesen sei.

Vorher muss aber noch einmal die THW-jugend antreten, um nach der Verlegung der neuen Eichenbohlen die entfernten Maschinen und Schlitten wieder an Ort und Stelle zu bugsieren. Vielleicht winkt zur Belohnung dann wieder eine kräftigende Linsensuppe, (thb)

HAURUCK, HAURUCK - ein dicker Eisenbolzen machte der THW-jugend die mühevolle Arbeit am Lernstandort Nackte Mühle noch schwerer als erwartet.Foto: Hermann Pentermann
Autor:
thb


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