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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Müllverarbeitung künftig am Osnabrücker Hafen?
 
Abfallanlage am Hafen?
Zwischenüberschrift:
Ergebnis der Ausschreibung wird heute bekannt gegeben
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (sh)
Wo einst das Güterverkehrszentrum im Osnabrücker Hafen geplant war, könnte ab 2005 der Müll aus Stadt und Landkreis Osnabrück zu Trockenstabilat verarbeitet werden. Nach Informationen unserer Zeitung soll die Firma Herhof-Umwelttechnik das wirtschaftlichste Angebot bei der Ausschreibung des Restmülls aus Stadt und Landkreis Osnabrück abgegeben haben. Und als Standort für eine Trocknungs- und Sortieranlage wird daraufhin das Hafengelände favorisiert.

Da Ende 2004 die Deponie Piesberg geschlossen wird, haben Stadt und Landkreis Osnabrück im vergangenen Sommer die Restmüllentsorgung für eine Nachfolgelösung gemeinsam ausgeschrieben. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote soll heute Nachmittag nun das Ergebnis der Ausschreibung den Mitgliedern des gemeinsamen Arbeitskreises Abfall von Stadt und Landkreis Osnabrück bekannt gegeben werden. Bei allen Fragen zum Ergebnis der Ausschreibung wurde von Verwaltung und Politik immer auf die heutige Sitzung verwiesen.

Wie inzwischen aber durchsickerte, ist das mittelständische Unternehmen Herhof, das im hessischen Aßlar eine Trockenstabilatanlage betreibt, als günstigster Anbieter aus der Ausschreibung hervorgegangen. Das Herhof-Verfahren setzt auf größtmögliche Wiederverwendung der Rohstoffe im Abfall. Als idealer Standort für eine Abfallbearbeitungsanlage wird das Gelände am Osnabrücker Hafen wegen der dortigen Infrastruktur angesehen.

Verfahren setzt auf Wiederverwertung

Der Transport des Mülls und der aussortierten Roh- und Wertstoffe könnte über den Kanal, die Eisenbahn und die Straße erfolgen. Der kürzliche Beschluss der Stadt Osnabrück, ihren Abfall Wirtschaftsbetrieb ins Hafengebiet umzusiedeln, wurde von Befragten gestern als Zufall gewertet. Eine gute Synthese wäre es allemal, sollte die Anlage am Hafen gebaut werden. Auch baurechtlich dürfte es kaum Schwierigkeiten geben, da das Gelände als Industriegebiet ausgewiesen ist. Anders sieht es schon beim ehemaligen Schießplatz in Belm-Vehrte aus, der als Alternative im Landkreis gehandelt wird. Mangelnde Infrastruktur und raumrechtliche Fragen dürften diesem Gedanken aber wenig Chancen auf Verwirklichung geben.

Das Herhof-Trockenstabilatverfahren gilt als ressourcen- und umweltschonend, da es auf Wiederverwertung setzt und selbst das Restmaterial als Sekundärbrennstoff mit hohem Heizwert in Hochöfen, Zementöfen oder Heizkraftwerken verwendet werden kann. Zunächst wird jedoch der Abfall geschreddert und in Betonboxen geschoben. Unter Druck erwärmt sich das Material und das enthaltene Wasser verdunstet. Entweichende Gase werden aufgefangen. Nach rund einer Woche ist der Müll bis auf 30 Prozent seines ursprünglichen Gewichts geschrumpft. Das trockene Material wird nun zur Wiederverwertung sortiert: Metalle, Papier, Holz, Steine, selbst Batterien können ausgesondert werden. Der Rest wird schließlich in Blöcke gepresst und zum Schutz vor Nässe in Folie geschweißt. Diese Blöcke bilden nun das Trockenstabilat, das einen guten Brennstoff darstellt.

Abfallanlage am Hafen?

Auf dem Gelände im Stadtteil Hafen, das für ein Güterverkehrszentrum freigehalten worden war, könnte schon bald eine Trocknungs- und Sortieranlage für den Restmüll aus Stadt und Landkreis Osnabrück gebaut werden. Nach Informationen unserer Zeitung soll die Firma Herhof-Umwelttechnik, die eine Trockenstabilatanlage im hessischen Aßlar betreibt, den Zuschlag für die Müllentsorgung in Stadt und Landkreis Osnabrück ab 2005 erhalten. Als Standort für die Anlage, die aus dem Abfall Wertstoffe gewinnt und selbst den Rest als Brennmaterial aufbereitet, soll das Hafengelände favorisiert werden. (Siehe auch Seite Osnabrücker Land)
Autor:
sh


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