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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hasetorbahnhof: Stadt schließt Kauf nicht aus
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Neue Schmierereien nach Reinigung
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Hasetorbahnhof: Stadt schließt Kauf nicht aus

Neue Schmierereien nach Reinigung

Der Osnabrücker Bahnhofsmanager Hermann Bollmann ist sauer und frustriert: Vorige Woche haben Mitarbeiter den heruntergekommenen Hasetorbahnhof gründlich sauber gemacht und unter anderem alle Schmierereien beseitigt. Jetzt sind die Wände schon wieder mit Parolen besprüht. 8 000 Mark hat die Reinigung gekostet.

Hermann Bollmann hat sofort den Bundesgrenzschutz eingeschaltet und außerdem Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Als markantes Zeichen hat einer der Parolensprüher immer wieder den Schriftzug " thicknaz" hinterlassen. Nur wenige Tage machte die Innenstadt-Station einen besseren Eindruck als zuvor. Die Wände am Aufgang zum Bahnsteig erstrahlten weiß, und selbst vom Fahrkartenautomaten konnten die Reinigungskräfte mit viel Mühe die Schmierereien entfernen. Inzwischen prangen überall neue Parolen. Die Anzahl nimmt täglich zu. Andere Randalierer haben die Plexiglasscheiben der Fahrplankästen eingedrückt.

Auf Dauer sei die Zerstörungswut nur durch eine Videoüberwachung in den Griff zu bekommen, sagte gestern Hermann Bollmann. Er geht davon aus, dass ein solches System in absehbarer Zeit installiert wird. Zunächst will der Bahnhofsmanager die Wände noch einmal streichen lassen, damit sich niemand angespornt fühlt, selbst eine Schmiererei zu hinterlassen. Für eine weitergehende Sanierung werde das Unternehmen aber kein Geld ausgeben.

Die Immobiliengesellschaft der Bahn würde die Station am Hasetor ohnehin am liebsten so schnell wie möglich an die Stadt verkaufen. Das Gebäude gehört zu den 1 019 Bahnhöfen bundesweit, die für den reinen Eisenbahnbetrieb offenbar entbehrlich sind. " Wir sind prinzipiell gesprächsbereit", schloss Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip auf Nachfrage einen Kauf nicht aus. Die Stadt habe ein erhebliches Interesse am Standort Hasetorbahnhof. Die Station sei wichtig für das regionale Nahverkehrsnetz.

Der Oberbürgermeister bedauerte, dass die Stadt das Bahnhofsumfeld aus finanziellen Gründen bisher baulich nicht verbessern konnte. Die Planungen seien aber nicht vom Tisch. Als ein Ziel nannte Hans-Jürgen Fip die Verlängerung des Tunnels bis zur Ziegelstraße, um einen schnellen Weg von der Innenstadt zum Bürgerpark zu schaffen.

Einen solchen Durchbruch wünscht sich auch der Fahrgastverband " Pro Bahn". Die jetzige Situation am Hasetorbahnhof findet die Organisation mehr als unbefriedigend.

" Schmutz und Zerstörung müssen nicht sein", ist Pro-Bahn-Sprecher Martin Sturm überzeugt. Die Stadt und der Einzelhandel hätten bereits vor vier Jahren eine Fülle von Anregungen erhalten, wie die Station aufgewertet werden könne. Nur traurigerweise sei bislang nichts geschehen. Der Fahrgastverband forciert eine bessere Anbindung der Station für Fußgänger, Kurzzeitparkplätze und Wegweiser zur Innenstadt.( Jan)

SOFORT WIEDER BESCHMIERT: Kurz nach der Grundreinigung haben Unbekannte Schmierereien an die Wände und den Fahrkartenautomaten (kleines Foto) gesprüht. Bahnhofsmanager Hermann Bollmann ist ratlos. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
jan


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