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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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In Dissen feierten Tausende Menschen auf den Brücken die Freigabe der Autobahn
Zwischenüberschrift:
Die Stadt ist jetzt vom Durchgangsverkehr entlastet
Artikel:
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Originaltext:
In Dissen feierten Tausende Menschen auf den Brücken die Freigabe der Autobahn

Die Stadt ist jetzt vom Durchgangsverkehr entlastet - Vielfache Forderung nach dem Lückenschluss

Von Simone Crawe

Dissen

Donnerstag, 15. Februar, 12.41 Uhr: Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung Osnabrück räumen vor dem Trog in Dissen die letzte Bake an die Seite. Der Weg auf der A 33 bis Borgholzhausen ist frei. Der Verkehr rollt an Dissen und somit an der letzten Stadt in Niedersachsen vorbei. Auf den acht Autobahnbrücken zwischen Dissen und Borgholzhausen sowie im Trog hatten sich zuvor mehrere Tausend Menschen mit Transparenten und Schildern versammelt, um die Freigabe dieses letzten Teilstücks auf niedersächsischen Gebiet frenetisch zu feiern.

Die Polizei, die den Streckenahschnitt mit einem Großaufgebot von Sicherheitskräften abschirmte, meldete lediglich einen kleinen Zwischenfall. " So einen Tag erleben wir nie wieder." Ein A 33-Befürworter, der ein leuchtendes Schild mit dem Aufdruck " A 33 Lückenschluss" in den Händen hielt, brachte auf den Punkt, was nicht nur die vielen Zaungäste, sondern auch die Polit-Prominenz in ihren Ansprachen verdeutlichte: Die Freigabe der A 33 ist ein ganz entscheidender Fortschritt für die Region.

Gleichzeitig wiesen Redner und Befürworter auf den dringend notwendigen Lückenschluss bis zur A 2 in Bielefeld hin. Tenor: So sehr Dissen jetzt aufatmen kann; auf die Bewohner in Borgholzhausen, Halle und Steinhagen kommen schwere Zeiten mit unerträglichen Belastungen zu. Bevor gestern Mittag die ersten Lastwagen durch den Trog in Richtung Borgholzhausen rollten, hatten zunächst die Politiker in der Mitte des festlich geflaggten Tunnels das Wort. Die Ehrengäste hatten es teilweise schwer, sich einen Weg zum Rednerpult zu bahnen: Überall versperrten friedliche Demonstranten den Weg, um auf den dringend erforderlichen Lückenschluss hinzuweisen oder einfach nur das Zeremoniell hautnah zu verfolgen.

" Weiterbau sofort, Herr Clement" oder " A 33 jetzt" war auf den Schildern zu lesen. Die Befürworter waren größtenteils mit Sonderbussen angereist, die sich später ebenfalls in den Konvoi einreihten. Bundesministerin Edelgard Bulmahn freute sich für die Menschen in Dissen, die durch die Entlastung der B 68 endlich mehr Lebensqualität haben. Zu hoffen sei nun, dass die Autobahn zügig weitergebaut werde, damit auch die Bürger in Borgholzhausen, Halle, Steinhagen und Bielefeld von den schweren Belastungen verschont würden.

Vor dem Hintergrund, dass die Mobilität stetig wachse, sei eine leistungsfähige Infrastruktur dringend erforderlich, führte die Ministerin aus. Allein im Bundeshaushalt stünden für den Ausbau von Fernstraßcn 10, 8 Milliarden Mark bereit. Von diesem Geld werden unter anderem die Projekte A 26, A 29 und die Emslandautobahn A 31 profitieren, kündigte sie an.

Ihren Dank richtete die Ministerin an alle, die an dem Projekt beteiligt waren: " Es hat sich gelohnt", stellte Bulmahn fest, verbunden mit dem Wunsch nach allzeit guter Fahrt.

" So einen Tag gibt es nie wieder"

Staatssekretär Jörg Hennerkes aus Düsseldorf lobte bei dem Projekt von internationaler Bedeutung insbesondere die länderübergreifende Zusammenarbeit. Mit Blick auf die " wichtige Verbindung im gesamtdeutschen Verkehrsnetz" versprach er, dass Nordrhein-Westfalen alles tun werde, um einen baldigen Lückenschluss zu erreichen. Nachdem die Kommunen auf NRW-Seite nun einvernehmlich den Weiterbau forderten, erhitze sich die weitere Diskussion jetzt um die Trassenführung. Mit Nachdruck werde das Land jetzt alles daransetzen, um eine Fortführung auf der so genannten V16+ Trasse umzusetzen, sagte Hennerkes.

" Jetzt geht es an den Lückenschluss. Wir werden NRW gern dabei helfen", betonte Staatssekretärin Dr. Birgit Grote aus Hannover. Sie spannte einen Bogen zur langen Geschichte der A 33 mit Gerichtsurteilen, Hüttendörflern und Volksfesten: " Ich freue mich, dass es nun so weit ist", äußerte sich Grote. Sie bedankte sich insbesondere für das finanzielle Engagement des Bundes und bei allen am Bau Beteiligten.

Auch Oberkreisdirektor Heinz-Eberhard Holl und Landrat Manfred Hugo forderten einen schnellen Lückenschluss der A 33. Es müsse alles getan werden, um den Bürgern anderer Gemeinden solch katastrophale Zustände wie in Dissen zu ersparen. Unmittelbar nach der letzten Ansprache räumte Edelgard Bulmahn eine geschmückte Bake im Trog an die Seite, um so den Weg freizumachen. Dabei wurde sie tatkräftig von heimischen Politikern unterstützt. Danach nahmen alle in ihren Fahrzeugen Platz, um unter dem Jubel der Menschen auf den Autobahnbrücken zum Autobahnende nach Borgholzhausen zu fahren. Hier wurde der Konvoi von einem Spalier weiterer Befürworter erwartet, viele mit den leuchtenden Schildern für einen Lückenschluss in der Hand. Nahezu untergegangen sind gestern die A33-Gegner. An der zuvor angekündigten Gegen-Demonstration beteiligten sich nach Schätzung der Polzei nicht einmal 20 Protestler. Ein Radfahrer, der die Autobahn nicht verlassen wollte, wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

Und während die Ehrengäste anschließend in der Gaststätte Hagemeyer das Großereignis intern ausklingen ließen, rollte der Verkehr problemlos auf dem neuen Teilstück.

Die schönsten Foto von der Freigabe der A 33 bei: www.neue-oz.de

FREIE FAHRT BIS BORGHOLZHAUSEN: Nach der offiziellen Freigabe rollte der Konvoi mit der Ministerin Bulmahn aus dem Tunnel heraus in Richtung Borgholzhausen. Foto: Hermann Pentermanns

KVHS-Studienreise nach Burgund

Osnabrück

Burgund, eine der kulturgeschichtlich interessanten Regionen Frankreichs, ist das Ziel einer Studienreise, die die Kreisvolkshochschule im Landkreis Osnabrück in der Zeit vom 20. bis 24. August 2001 durchführt. Im Rahmen von Führungen und Rundfahrten wird Burgund als eine Schatzkammer landschaftlicher und architektonischer Vielfalt vorgestellt. Nähere Informationen bei der KVMS Osnabrück, Nahner Kirchplatz 10, 49082 Osnabrück, Telefon 0541/ 560050.
Autor:
Simone Grawe


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