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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Antwort auf fast jede Umwelt-Frage
Zwischenüberschrift:
Informationsstelle für Kinder- und Umweltmedizin jetzt an der Westerbreite
Artikel:
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Originaltext:
Gesundheitsgefahren durch Handy-Betrieb, BSE und Säuglingsernährung oder die Frage, ob Kinder mit einer Pferdehaar-Allergie noch Geige spielen dürfen, weil der Bogen mit solchen Haaren bespannt ist: Verlässliche Antworten zu diesen Problemen bietet die Datenbank der " Kinderumwelt GmbH". Die gemeinnützige Gesellschaft hat jetzt neue Räume im CUT - Centrum für Umwelt und Technologie - an der Westerbreite bezogen.

Die neu gegründete und gemeinnützige Gesellschaft " Kinderumwelt", deren Geschäftsführer Prof. Karl-Ernst von Mühlendahl ist, zugleich der Chefarzt des Kinderhospitals Osnabrück, wird getragen von der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Unter ihrem Dach wurden jetzt die bereits seit 1991 in Osnabrück bestehende Dokumentations- und Informationsstelle für Um-, weltfragen (D1SU) und Allergiefragen im Kindesalter (DISA) zusammengefasst. Förderer sind verschiedene Stiftungen sowie das Bundesgesundheitsministerium.

" Wir wollen verlässliche Informationen aus Wissenschaft und Praxis sammeln, auswerten und verbreiten", sagte dazu gestern Prof. Karl-Ernst von Mühlendahl. Denn gerade bei Umwelt-Belastungen und deren Auswirkungen für Kinder und Jugendliche sei einerseits der Informationsbedarf sehr hoch, andererseits bestehe auch die Gefahr der Hysterie, so der Pädiater: " Kinderärzte verstehen sich auch als Anwälte der kommenden Generationen, deshalb wollen wir auch fundierte Aussagen treffen können."

Dazu hat die Kinderumwelt-Informationsstelle mittlerweile ein eigenes Netzwerk mit verschiedenen Themengruppen, Diskussionsforen und Datenbanken eingerichtet. Bestimmte Bereiche stehen auch via Internet allen Ratsuchenden offen, andere sind als Intranet wegen des Arztgeheimnisses nur bestimmten Benutzern - Kinderärzte, Gesundheitsämter, Forschungsinstitute - zugänglich: 3800 Teilnehmer mit eigenem Passwort, 340, Diskussionsbereiche, 4 7 000 Zugriffe pro Monat; diese Zahlen kennzeichnen den Informationsverbund.

Gefüttert wird das über 16 eigene Server gestützte Netzwerk von zwei Wissenschaftlern: Der Naturwissenschaftler Dr. Matthias Otto und die Kinderärztin Dr. Sabine Schmidt betreuen den Informationsverbund. Durch ihre langjährige Erfahrung sind die beiden in der Lage, auch sehr schnell die nötigen Informationen zu verknüpfen und verfügbar zu machen: " 24 Stunden nach dem Auftauchen des ersten BSE-Falles in Deutschland konnten wir alle aus kinderärztlicher Sicht relevanten Fragen nach dem aktuellen Wissensstand beantworten", berichtet Dr. Matthias Otto, " durch die kritischen Anmerkungen der Benutzer rundet sich dann sehr schnell das Bild." Damit könne dann auch eine Umwelt-Hysterie vermieden werden, fügt er noch hinzu: " Beispielsweise konnten wir auch die Frage, ob denn noch Kuhmilch an Säuglinge gefüttert werden darf, positiv beantworten."

Seit Anfang Januar ist die Kinderumwelt-Infostelle im Neubau des CUT an der Westerbreite zu finden. " Optimal" seien die neuen Räume nicht nur wegen ihrer Größe, so der ehrenamtliche Geschäftsführer Prof. Karl-Ernst von Mühlendahl, sondern auch wegen der Nähe zu weiteren Kooperationspartnern aus der IT-Branche: " Auf dem Gelände liegt bereits das Glasfaserkabel, an dem unsere Rechner hängen." (fhv

NOCH WERDEN KISTEN GESCHLEPPT: Der Naturwissenschaftler Dr. Matthias Otto und die Kinderärztin Dr. Sabine Schmidt richten derzeit die neue Kinderumwelt-lnformationsstelle im CUT ein. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
fhv


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