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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Spaziergang durch den Müllhaufen
Zwischenüberschrift:
Was passiert im Innern der Deponie? Alle Daten jetzt auf dem Bildschirm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wie sieht der riesige Müllhaufen auf dem Piesberg von innen aus? Wer das wissen will, kann sich jetzt beim Museum Industriekultur zu einem Besuch im Info-Container auf der Deponie anmelden. Der Container gehört zum Umweltbildungsprojekt " Unrath, Abfall, Müll", das sich vor allem an die Adresse von Lehrern und Schülern im Regierungsbezirk Weser-Ems richtet. Fünf Gruppen haben sich schon angemeldet.

Die Deponie Piesberg wird hei ihrer Schließung im Jahr 2004 sechs Millionen Tonnen Müll aufgenommen haben. Damit ist sie die zweitgrößte Deponie Niedersachscns. Die Deponicnachsorge wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen.

Das Thema Müll wird auch in den Schulen behandelt, wennn auch die Erfolge bei der Wiederverwertung die Bereitschaft vermindert haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das Projekt " Unrath, Abfall, Müll" setzt hier an. Durch die Unterstützung der Pädagogen mit Unterrichtsmaterial und das Angebot von Betriebsbesichtigungen in der Region sowie außerschulischen Aktivitäten sollen Lernzusammenhänge hergestellt werden.

Das Museum Industriekultur, so Dr. Michael Haver-kamp, hat zusammen mit Lehrern eine Museumspädagogik zum Themenkomplex Abfall erarbeitet, die es erlaubt, den theoretischen Schulunterricht mit praktischen Aktivitäten zu unterstützen: zum Beispiel das Angebot " Was ist eigentlich alles in meinem PC?" Neben dem Informationscontainer auf dem Piesberg sind zusätzliche Besichtigungsorte genannt. Eine Materialienmappe für 24 Mark soll den Lehrern die Arbeit erleichtern.

Weitere Infos: Museum Industriekultur, Telefon 054l/ 9127846.

Herzstück des Projektes ist der Info-Container auf der Osnabrücker Deponie. Die Besucher erkennen bei einem computersimulierten Rund-flug den Aufbau der Deponie. Das jahrelange Anwachsen der in einen ehemaligen Steinbruch gekippten Halde wird im Zeitraffer sichtbar. Ebenso gewinnt der Betrachter einen Einblick in das Innenleben der großen Haufens, in dem noch lange Zeit verschiedene Prozesse ablaufen werden. Das Rohrleitungssystem zum Beispiel, mit dem das brennbare Gas abgesaugt wird, das bei dem Verrotten des Mülls entsteht, wird dargestellt. Der Besucher erhält unter anderem aktuelle Temperaturangaben aus verschiedenen Tiefen der Halde. Bei der aufwendigen Programmierung dieser Com-putersimulationen und - dar-stellungen unterstützten Dr. Jürgen Berlekamp und Sven Lautenbach von der Umweltsystemforschung der Uni Osnabrück die Museumspädagogen.

Finanzielle Hilfe in Höhe von 85000 Mark erfährt das 240000 Mark teure Vorhaben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Den Rest tragen die Stadt Osnabrück und andere Kommunen und Einrichtungen. Umweltstiftungs-Geschäftsführer Fritz Brick-wedde, der sich gestern im Info-Container umschaute, begründete das Engagement der Stiftung: " Es ist wichtig, das junge Mneschen auch die hässliche Seite des Wohlstandes kennen lernen." Nur so lasse sich ein Bewusstsein für Abfallvermeidung schaffen. Ortsbürgermeister Josef Thöle freute sich über den weiteren Mosaikstein, der jetzt in die Industriekulturlanschaft Piesberg eingesetzt wurde, (swa)

WIE EIN GLETSCHER schiebt sich der wachsende Müllberg in eine Schlucht des Piesberges, die vorher ein Steinbruch war. In der Computersimulation im Informationscontainer auf dem Deponiegelände können Besucher neben dieser Darstellung, hier der Zustand 1991 (Bild oben) und 1996 (unten), auch weitere Infos aus dem Innenleben der Müllhalde bekommen. Fotos: Jörn Martens
Autor:
swa


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