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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Eisvogel schaut lieber in die Röhre
Zwischenüberschrift:
Pärchen brütet wieder in der Stadt - Hase am Herrenteichswall für Boote tabu
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
21. März 2000

Eisvogel schaut lieber in die Röhre

Pärchen brütet wieder in der Stadt - Hase am Herrenteichswall für Boote tabu

ACHTUNG, EISVOCEL-BIOTOP: Schülerinnen der Ursulaschule haben dem hübschen Pärchen ein künstliches Steilufer gebaut. Doch die beiden Langschnäbel ziehen das bewährte Abflussrohr vor. Foto: Klaus Lindemann

EIN GANZ BESONDERER GAST: Der Eisvogel (hier ein Archivfoto) brütet auch in diesem Jahr mitten in der Stadt. Foto: B. Volmer

Er hätte so eine schöne Neubauwohnung beziehen können, exklusiv eingerichtet von Schülerinnen der Ursulaschule. Aber der Eisvogel schaut lieber in die Röhre. Die schillernde Figur mit dem farbenfrohen Gefieder brütet nun schon zum zweiten Mal in einem Abflussrohr an der Herrenteichsbrücke. Damit bleibt der Hase-Abschnitt am Herrenteichswall auch in diesem Jahr tabu für den Bootsbetrieb.

Vor einem. Jahr hatte die Nachricht vom Eisvogelpärchen, das im Zentrum der Stadt brütet, bundesweit Schlagzeilen gemacht. Jetzt scheint aus der ornithologischen Sensation ein Dauerzustand zu werden. Sehr zur Freude von Biologielehrer Peter Pietschmann und seinen Schülerinnen aus der 12. Klasse.

Ein Vogelkundler wie Peter Pietschmann erkennt den Eisvogel schon an seinem eigentümlichen Pfiff. Seit einigen Wochen ist der spatzengroße Langschnabel mit dem stahlblau-orange leuchtenden Gefieder wieder am Herrenteichswall unterwegs, um Fische zu fangen. Offenbar fühlt sich das Eisvogel-Pärchen in Osnabrück wohl. Das mag auch ein Indiz für eine bessere Wasserqualität sein.

Schülerinnen und Schüler der Ursulaschule meinten es gut: Sie haben an der Hase ein künstliches Steilufer gebaut, mit einer Höhle, wie sie Herr und Frau Eisvogel gemeinhin zu schätzen wissen, innen komplett mit feinem Sand möbliert. Die potenziellen Mieter inspizierten das Quartier zwar kurz, wie Peter Pietschmann weiß, aber dann entschieden sie sich doch für den bewährten " Altbau" vom Vorjahr.

Die Anwesenheit des geschützten Fischjägers hat den Fachbereich Grün und Umwelt bewogen, die Paddler auch in diesem Jahr vom Haseabschnitt am Herrenteichswall fernzuhalten. L-»-T-Chef Dieter Rauschen, der seit dem vergangenen Jahr einen Bootsverleih an der Hase anbietet, macht dennoch kein langes Gesicht. In diesem Jahr, sagt er, sei die Hase schließlich auch stromaufwärts befahrbar. Rauschen freut sich über die Rückkehr der illustren Gäste und wünscht ihnen viel Erfolg beim Brüten.( rll)
Autor:
rll


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