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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Eine Schule auf dem Weg zur Weltausstellung
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Kulturministerin Jürgens-Pieper im Expo-Gymnasium
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KURZE FACHVORTRÄGE FÜR DIE MINISTERIN: Interessiert folgte Renate Jürgens-Pieper (Mitte) gestern den Erklärungen der Schüler im Gymnasium " In der Wüste" zu ihren Boden-Projekten.

Foto: Detlef Heese*

Eine Schule auf dem Weg zur Weltausstellung

Kultusministerin Jürgens-Pieper im Expo-Gymnasium

Der Boden, das ist die Welt unter unseren Füßen: Wie spannend ein zunächst sehr abstraktes Thema dargestellt werden kann, zeigte sich gestern beim Besuch der Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper im Gymnasium " In der Wüste". Die Expo-Schule präsentierte einen Vormittag lang ihre Aktivitäten im Vorfeld der Weltausstellung in Hannover.

" Sachlich forschen, kreativ gestalten, multimedial darstellen", unter diesen drei Aspekten lassen sich die Aktivitäten der Schule im Hinblick auf das Expo-Thema Boden zusammenfassen. Die Umwelt-AG und Oberstufenschüler aus den Bereichen Biologie undi Chemie haben naturwissenschaftliche Themen bearbeitet; Kunstunterricht und Theater-AG sind ebenso kreativ an die historischen und aktuellen Fragestellungen herangegangen; im Computerlabor entsteht zugleich eine multimediale Präsentation der " Geschichte, die im Boden steckt".

Ziel: Unsichtbares sichtbar zu machen

Die Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper hat selbst einmal die Fächer Biologie und Chemie unterrichtet. Dementsprechend interessierte sie sich sehr für die bodenkundlichen Arbeiten der Schüler, fragte auch immer wieder nach Einzelheiten der Versuchsanordnung.

So berichtet Sarah Thober über den zwar unsichtbaren, aber dennoch faszinierenden Teil der Pflanzen, der im Boden steckt: Die Biomasse der Wurzeln einer einzigen Roggenpflanze zum Beispiel hat eine Fläche von 400 Quadratmetern. Und Markus Klein aus dem Jahrgang 13 demonstrierte die Versuche, mit denen die Schüler den Einfluss des Sauren Regens auf Waldböden mit hohem oder geringem Kalkvorrat untersucht haben: " Sie mussten ja sogar die Versuchsanordnung selbst erarbeiten", lobte die Ministerin.

Von Mai bis Oktober wird das Gymnasium " In der Wüste" seine Expo-Aktivitäten in Osnabrück und Hannover der Öffentlichkeit darstellen. Mittlerweile habe das Thema die ganze Schule erfasst, sagte dazu der Schulleiter Benno Haunhorst: " Das ist wie mit dem Boden selbst - vieles kann man sehen, manches geschieht noch im Verborgenen." So soll noch vor der Schule ein begehbares Bodenprofil eingerichtet werden, der Pausenhof wird mit Hilfe der Eltern und der Stadt (die insgesamt 120000 DM für die Expo-Schule ausgibt) umgestaltet, die Theater-AG probt eine " Hermann"- Collage- vor dem Hintergrund der Kalkriese-Ausgrabungen, und die Musiker werden Haydns " Schöpfung" aufführen.

" Beispielhaft" nannte Renate Jürgens-Pieper all diese Ideen und Projekte, mit denen ein vergleichsweise so sprödes Thema wie der Boden an dieser Schule erschlossen worden sei: " Dies trägt zur Bildung eines Schulprofils bei." Wenn jedes Unterrichtsfach auf seine Weise Verbindungen zum Thema herstelle, dann erscheine ihr das als " die bessere Alternative" zum fächerübergreifenden Unterricht und sei dem wissenschaftlichen Ansatz eines Gymnasiums angemessen. (fhv)
Autor:
fhv


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