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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bifurkation soll Standort für Umweltbildung werden
Zwischenüberschrift:
Projekt mit Informationszentrum und neuen Feuchtwiesen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Melle (sm)
Mit dem ersten " Bifurkationstag" fiel im Meller Stadtteil Gesmold der Startschuß zur Schaffung eines Umweltbildungsstandortes östlich der Stelle, an die sich die Eise von der Hase trennt. Das Projekt der Stadt Melle wird nicht nur Informationseinheiten und interaktive Stationen zum Thema Wasser umfassen, sondern beinhaltet auch die Renaturierung der dortigen Haseniederungsbereiche durch die Anlage von Feuchtwiesen. Unterstützt wird das Ganze insbesondere durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Europäischen Union (EU).

" Hier ist die Stätte, wo sich die Else von der Hase trennt und nach Osten der Weser zueilt, während die Hase im Westen die Ems sucht", ist auf einer der sechs Tafeln im Pavillon zu lesen. Im Sommer 1978 durch den Heimatverein Gesmold eingeweiht, wird dort das Phänomen der Bifurkation thematisiert. " Die Bifurkation stellt ein faszinierendes und äußerst seltenes Naturereignis dar", betonte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, anläßlich der Präsentation des neuen Umweltbildungsstandortes in Melle.

Die Bezeichnung " Bifurkation" tauchte erstmals 1893 in einem Stadtführer über Melle auf, nachdem schon der Naturforscher Alexander Freiherr von Humboldt (1769 bis 1859) in seinen brasilianischen Reisebeschreibungen den Orinoco, der den Amazonas sowie den Rio Negro speist, mit der Situation von Hase und Else verglichen hatte. Der Seltenheitscharakter lockt zwar viele Besucher an, die häufigste Reaktion ist allerdings: " Man sieht ja nichts..." Zwar ist der Platz im Bifurkationsbereich sowie die Landspitze zwischen Hase und Else durch eine Brücke erschlossen, das spektakuläre Naturphänomen gibt sich aber sehr unscheinbar.

Häufige Reaktion: Man sieht ja nichts

" Wir müssen den Platz attraktiver gestalten", war daher nicht nur die Forderung von Heinrich Rietmann, Vorsitzender des Heimatvereins Gesmold, sowie des Gesmolder Ortsbürgermeisters Alfons Oberwestberg. Das Anliegen wurde schon vor Beginn seiner Amtszeit an den Meller Bürgermeister Josef Stock herangetragen. Gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Dr. Reinhold Kassing machte er sich Gedanken über die Umsetzung der Idee und organisierte schließlich Gelder der EU für die Neugestaltung des Naturdenkmals. Während die DBU den auf 330 000 DM veranschlagten Umweltstandort mit 198 000 DM (60 Prozent) finanziert, fördert die EU das Projekt durch ihr " Leader"- Programm, das der Erschließung von strukturarmen Landschaftsbereichen dient.
In den kommenden 18 Monaten entsteht dadurch unter Leitung von Josefa Göbel (Umweltbeauftragte der Stadt Melle) ein Projekt, bei dem durch Informationen über Wasserverbrauch, Grundwasserschutz, Versiegelung der Landschaft sowie allgemeine Gewässerökologie die Umweltbildung ebenso im Vordergrund steht wie die Ansiedlung seltener Vogelarten durch die Neuanlage bestehender Feuchtwiesen.

Fotountertitel:

NOCH GIBT ES im Informationspavillon an der Bifurkation im Meiler Stadtteil Gesmold nur ausgestopfte Exemplare seltener Vögel. Bekassine und andere Artgenossen sollen aber bald wieder in den Niederungen von Hase und Else eine Heimat finden. Das erläuterte Projketleiterin Josefa Göbel dem Meller Bürgermeister Josef Stock (links), dem Ortsbürgermeister Alfons Oberwestberg (rechts) und dem Gesmolder Heimatvereinsvorsitzenden Heinrich Rietmann. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
sm


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