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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Wo die Hase sich teilt, sollen bald Touristen staunen
Zwischenüberschrift:
Umweltbildungsstandort in Gesmold
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Melle/ Osnabrück (wie) Alexander von Humboldt hat sie offenbar 1859 erstmals erwähnt. Aber auch 140 Jahre später ist noch nicht endgültig geklärt, ob die Bifurkation in Melle-Cesmold nun natürlichen Ursprungs ist, wie die Meller hoffen, oder aber ob Menschen " nachgeholfen" haben, wofür zumindest eine wissenschaftliche Untersuchung spricht. Trotzdem: Das Phänomen Bifurkation ist zwar nicht ganz einmalig, aber immerhin sehr selten. Und daraus soll die Region in Zukunft auch stärker touristisches Kapital schlagen.

Schließlich gehört die " Bifurkation" - die Teilung den Hase in Else und Hase, die zudem noch zwei verschiedenen Stromgebieten zufließen - neben dem Westfälischen Frieden und Kalkriese zu den touristischen Pfunden im Landkreis. Wer allerdings bislang zur Bifurkation fuhr, war in der Regel eher enttäuscht: Zwar informiert ein vom Heimatverein liebevoll gepflegter Pavillon über die Flußgabelung, ansonsten gibt es allerdings nicht viel zu sehen.

Das soll nun anders werden. Geplant ist der Ausbau zu einen " Umweltbildungsstandort". Im Osnabrücker Kreishaus stellten jetzt Günter Droste vom Fremdenverkehrsverband Osnabrücker Land, Dr. Reinhold Kassing, Karl-Wilheim Möller und Umweltbeauftragte Josefa Göbel von der Stadt Melle und Ute Wischmeyer vom Verein zur Revitalisierung der Haseaue das Projekt vor.
" Bifurkations-Wurst" mit drei Enden
Ein erster Schritt zum Umweltbildungsstandort Bifurkation soll ein " Bifurkationstag" am 20. Juni von 11 bis 17 Uhr sein, bei dem natürlich das Projekt im Mittelpunkt stehen soll. Dabei können sich die Besucher über die " Bifurkation gestern - heute - morgen" informieren und erleben, welche touristischen Möglichkeiten die Flußgabelung bietet. Zielgruppe sind Radfahrer, Radwanderer, Familien, Vereine und Verbände aus dem Osnabrücker Land. In einem Rundzelt wird das Umweltbildungsstandort-Projekt vorgestellt, Kinder haben die Möglichkeit, mit Papierschiffen das Bifurkations-Phänomen hautnah zu erleben. Eventuell feiert dann auch die " Bifurkations-Wurst" Premiere: Eine Y-förmige Bratwurst mit drei statt der üblichen zwei Enden.

Langfristig soll die Bifurkation zu einem Naturerlebnisraum aufgewertet werden. Das Konzept steht, Mittel von der Bundesumweltstiftung sind bewilligt. Besucher sollen die Gabelung auf viele Arten erleben und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können. Dazu soll unter anderem der Pavillon neu gestaltet und mit zusätzlichen Informationen weiter aufgewertet werden. Installationen werden das Phänomen einer Flußteilung erläutern und erlebbar machen. Und damit sollen nicht nur Touristen, sondern auch Schulklassen angesprochen werden.
Und wenn die Gesmolder Bifurkation tatsächlich von Menschenhand geschaffen wurde und damit zumindest geologisch nicht sonderlich besonders ist? An dem hydrologischen Phänomen ändert sich dadurch nichts. Und der historische Teil wird nur noch spannender. Denn der Versuch, " jemandem das Wasser abzugraben", war auch früher schon für heftige Auseinandersetzungen gut.

Fotountertitel:

Schönes Osnabrücker Land Die Bifurkation in Gesmoid. Foto: Gert Westdörp
Autor:
wie


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