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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Standort Osnabrück: Bilder der Klöcknergeschichte
Zwischenüberschrift:
Student untersucht Vergangenheit des Haseparkes: Probleme und Chancen der Revitalisierung einer Gewerbebranche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Potentielle Investoren fragen immer wieder nach der Geschichte des Hasepark-Geländes. Der Osnabrücker Student Martin Leugers arbeitete das Thema in seiner Diplomarbeit auf. Die Früchte dieser Untersuchung werden ab heute, 15 Uhr, im DIBAG-Gebäudezusehen sein. Leugers hofft auf regen Zuspruch vor allem aus der Nachbarschaft in Schinkel.

Dann wird an der Franz-Lenz-Straße 6 eine Ausstellung eröffnet mit Fotos aus über 120 Jahren, in denen der Duisburger Stahlkonzern das Stadtbild an dieser Stelle beherrschte. Leugers Untersuchung wurde über die Wirtschafts- förderung Osnabrück und die Technologie-Kontaktstelle von Uni und Fachhochschule vermittelt.Bei Professor Dr. Jürgen Deiters reichte der Diplomand die Arbeit ein mit dem wirtschaftsgeographischen Thema " Revitalisierung innenstadtnaher Gewerbebrache - das Beispiel des Klöckner-Geländes in Osnabrück".
Der 25jährige durchstöberte für die Arbeit die Archive, las die einschlägigen Bücher über Klöckner im Osnabrücker Land und sprach mit alten Klöcknerleuten. Günter Krämer zum Beispiel, Ex-Betriebsrat und jetzt bei Magnum beschäftigt, stand dem Studenten Rede und Antwort. Auch die Bürgervereine halfen mit. Außerdem bekam Leugers jede Menge Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Vieles davon wird in der heute beginnenden Ausstellung gezeigt.
Der angehende Wirtschaftswissenschaftler beschränkte sich in seiner Arbeit nicht auf die Aufarbeitung der Geschichte. Denn nur mühsam gelingt die Wiederbelebung des ehemaligen Klöcknergeländes. Die DIBAG (Doblinger Industriebau AG) kaufte etwa 40 Hektar der insgesamt 65 Hektar großen Industriebrache. Unter dem Namen " Hasepark" wird die Fläche neuen Nutzem angeboten. Leugers untersuchte nun, welche Hemmnisse die Wiederbelebung der Industriebrache hinter dem Bahnhof erschweren. Leugers beschreibt die Probleme, die der DIBAG die Vermarktung der Flächen und Gebäude erschweren. Im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Freizeiteinrichtungen verstärke sich das Image des Haseparkes als Rückseite des Bahnhofes. Leugers: " Die stärkere Verklammerung der beiden Gebiete rückt damit in noch weitere Ferne."

Die bestehende Fußgängerverbindung zwischen Hasepark und Hauptbahnhof " ist fast unzumutbar". Die Vision eines Terminal Ost, eines zweiten Bahnhofseingangs jenseits der Hamburger Straße ist nach Leugers Auffassung in absehbarer Zeit nicht finanzierbar. " Dieser Terminal hätte zusammen mit einem eventuell renovierten Ring-Lokschuppen, einem Hotel am Auwald und dem sanierten ehemaligen Klöckner Verwaltungsgebäude einen städtebaulich hochwertigen Eingangsbereich für den Hasepark bedeutet."

Die Perspektive für den Haspark sieht der Student dennoch optimistisch: " Mit der Renaturierung der Hase und der Erschließung des Geländes kann hier ein modernes Gewerbegebiet entstehen. Der Gewerbehof, dessen Richtfest vor einer Woche gefeiert wurde, soll auch einen Entwicklungsimpuls für die Verkaufsgrundstücke im Hasepark geben: Chanoeri für eine funktionsgerechte, intensive und sparsame Flächennutzung bestehen auf jeden Fall. (swa)

Fotountertitel:

EINE KURBELWELLE verläßt das Klöcknerwerk. Das Foto entstand in den 20er Jahren. Große Schmiedeteile für den Schiffbau gehörten zu den Spezialitaten von Klöckner.

WERBUNG für die Produkte des Werkes auf einer Postkarte

STUDENT Martin Leugers untersuchte die Geschichte des ehemaligen Klöcknergeländes und die Chancen der Wiederbelebung.Foto: jörn Martens

EIN BLICK über das Werksgelände. Vorne ist der Güterbahnhof zu sehen, am linken Bildrand der Wasserturm am Hauptbahnhof.

SCHIFFSCHRAUBE aus Stahlguß. Das Bauteil ist zweimal mannshoch, wie der Größenvergleich mit dem Mitarbeiter zeigt.

PETER KLÖCKNER (vorn Mitte) mit engsten Direktoren des Stahlwerkes Osnabrück und der Georgsmarienhütte 1923 vor dem Kasino GMHütte.
Autor:
swa


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