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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Angersbrücke: Anlieger lehnen Fußgängerstege ab
Zwischenüberschrift:
Hasestraße will keinen Durchgangsverkehr - Bürgerversammlung
Artikel:
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Originaltext:
" Die Hasestraße wird eine Rennstrecke werden, wenn hier Autos durchfahren dürfen." Diese Befürchtung des ehemaligen CDU-Ratsherrn Wilhelm Hesse faßt die Meinung einer Bürgerversammlung zusammen, die massiv (bei einer Gegenstimme) forderte, die Ausbauvorstellungen der Hasesträßler zu verwirklichen. Daß die Hasestraße keineswegs als innerstädtische Entlastungsstraße benötigt werde, habe sich während der mehrmonatigen Ausbauphase gezeigt. Weil die Anlieger einen verkehrsberuhigten Teil zwischen Lohstraße und Angersbrücke sowie eine Fußgängerzone (mit Bus- und Fahrradverkehr) zwischen Lohstraße und Bischöflicher Kanzlei wollen, befand die Versammlung einstimmig, daß die beabsichtigten Fußgängerstege an der alten Bogenbrücke über die Hase nicht erforderlich seien. Demzufolge wurde gegenüber den vier Ratsfraktionen die Forderung erhoben, einen möglicherweise gefaßten Baubeschluß anzuhalten und erneut eingehend zu diskutieren.

Die Behauptung, die Hasestraße sei zerstritten und wisse nicht, was sie tatsächlich wolle, gehört nach dieser Versammlung eindeutig in die Gerüchteecke verwiesen. Neben den Vertretern der drei Gemeinschaften (Bürgerverein von 1880, Werbe- und Bürgergemeinschaft) waren zu dieser Versammlung zahlreiche Anwohner erschienen.

Geharnischte Proteste wurden gegen die Bauverwaltung laut, die sich gegenüber den Vorstellungen der Hasestraße verschließe. Wilhelm Hesse führte dazu mehrere Beispiele aus seiner Ratstätigkeit an: ,, Wir haben uns im Rat gegen den Bauausschuß und gegen den Stadtbaurat nicht durchsetzen können; die Verwaltungsmeinung war nicht zu durchlöchern."

Empört zeigte sich die Versammlung, als der Vertreter der Bürgergemeinschaft, Sunderdiek, aus einem Gespräch beim Oberbürgermeister berichtete, in der Stadtbaurat Klöcker dringend von Forderungen zum Ausbau (mit oder ohne Bordsteine z. B.) abriet und gar das ,, böse Wort" eines Baustopps einflocht. Sunderdiek: " Weil Klöcker mit Baustopp drohte, sind wir von unserer Forderung abgewichen."

Die Anlieger befürchten, daß das Verwaltungskonzept zum Ausbau mehr eine ,, Ausfahrtstraße" als eine Fußgängerzone bevorzuge. Indizien dafür seien die geplanten Busbuchten und die Linksabbiegespur im Bereich Lohstraße, die den Fußgängern letztlich Platz wegnehme. Sunderdiek: " Wenn die Mehrheitsgruppe im Rat für den Ausbau der Bramstraße fordert, auf Busbuchten und Abbiegespuren zu verzichten (Neue OZ vom 28. Januar 1983), um dort eine Rennstrecke zu verhindern warum gilt das dann nicht auch für die Hasestraße?" Es sei nach wie vor erstes Anliegen der Hasestraße: Durchgangsverkehr raus!

Bürgervereinsvorsitzender Schawe erinnerte dazu auch an die letzte Sitzung des Hauptausschusses des Sanierungsbeirates, der sich voll hinter die Hasestraßen-Anliegen gestellt hatte (Neue OZ vom 13. Januar 1983). Das Gremium meldete ebenfalls Zweifel an der Notwendigkeit der Fußgängerstege an.

Auch das Bischöfliche Generalvikariat begrüßte inzwischen die Initiative der Hasestraßen-Anlieger: " Eine der Ursachen für die Verschlechterung der Lage der Hasestraße dürfte in dem starken Verkehrsaufkommen liegen, daß diese sehr schmale alte Straße zu verkraften hatte."

Wenngleich der Ausbau des Vitihofes und des ersten Bereiches der Hasestraße positiv anzumerken sei, wurde doch in der Versammlung kritisiert, daß die Bauverwaltung bisher keinen eigenen Vorschlag zur Verkehrsberuhigung vorgelegt habe. In der ersten Probierphase sollten nun erst die Vorstellungen der Hasestraße erprobt werden.

Diesem Konzept stehe seines Erachtens nichts entgegen, äußerte Ratsherr Papen-dorf (CDU): " Was für die Südstadt (Johannisstraße) möglich ist, muß auch hier möglich sein." Er räumte ein, daß hier möglicherwiese etwas schiefgelaufen sei. Das Verkehrskonzept hätte vor dem Ausbau vorliegen müssen. pr-
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pr-


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