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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für die Umwelt und Hockey-Spielen
Zwischenüberschrift:
An der Rotenburger Straße entsteht ein Regenwasserklärbecken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf dem bisher brachliegenden Grundstück zwischen der Rotenburger Straße und der Hase baut die Stadt ein Regenwasserklärbecken. Wenn es im November fertiggestellt sein wird, soll im kommenden Jahr direkt darüber ein Rollhockey-Spielfeld entstehen. In der Nachbarschaft, zur Buerschen Straße hin, plant der Fachbereich Grün und Umwelt eine Hügellandschaft.

Bis jetzt ist es nur ein knapp acht Meter tiefes Loch. Bauarbeiter schweißen eine Gurtung aus Eisenträgern an die stählernen Spundwände. Zwei Pumpen senken rund um die Uhr den Grundwasserspiegel innerhalb des zukünftigen Regenwasser- klärbeckens. 130 Hektar des Stadtteils Schinkel werden zum Einzugsgebiet des Bauwerks gehören. Gespeist wird es dann aus zwei Kanälen mit je 1, 20 Meter Durchmesser. Der von der Oststraße her ist bis auf 17 Meter bereits fertiggestellt, und in Richtung Schützenstraße fehlt noch das Stück bis zur Rosenburg.

Das knapp 50 Meter lange Becken reicht bis in acht Metern Tiefe unter das Gelände und hat ein Volumen von 1426 Kubikmetern. Vor allem der erste Spülstoß bei Regen nach längerer Trockenheit sei mit Schadstoffen belastet, erläuterte Dieter Hübner, Abteilungsleiter für Kanalneubau. Pro Sekunde sollen künftig fast 1200 Liter in das Becken fließen können. Verschmutzte Straßen, Reifenabrieb, Öl von den Fahrzeugen auch auf Parkplätzen und Industrieansiedlungen nannte er als Begründung für den Bau des Regenwasser- klärbeckens.
Bevor das Wasser in die nur wenige Meter entfernte Hase fließt, trennt das Becken auf mechanische Weise Schwimmstoffe wie Öle, Fette und leichten Abfall: Tauchwände unterhalb der Wasser- oberfläche halten sie zurück. Sinkstoffe wie Sand und schwere Materialien landen auf dem Boden, werden über ein Gefälle in eine Rinne und schließlich in ein Schlammabsetzbecken außerhalb des Beckens gespült.

" Mehr Grün für den Stadtteil Schinkel"

Da es bei Reinigungsarbeiten in Betrieb bleiben soll, trennt eine Wand das Klärbecken in zwei identische Längskammern, erklärte Bauleiter Norbert Schmidt. Einmal jährlich sollen Saug- und Tankwagen die Sink- und Schwimmstoffe zum Klärwerk nach Eversburg transportieren, oder, wenn das Material besonders fest ist, zur Mülldeponie. Die Stadt hat die Kosten für das Bauwerk auf 2, 8 Millionen DM veranschlagt. Mit dem Aushub aus der jetzigen Baustelle " modellieren wir eine Hügellandschaft", sagte Wolf-Rüdiger Sack, der kommissarische Leiter des Tiefbauamtes. 6000 Kubikmeter Erde sollen in Richtung der angrenzenden Buerschen Straße geschoben werden und als Untergrund für Büsche, ' Bäume und verzweigte Wege dienen. " So bekommt der Stadtteil Schinkel mehr Grün", betonte Sack.
Der Fachbereich Grün und Umwelt plant dort ein " Bewegungs- gelände", wie der zuständige Mitarbeiter Hartmut Damerow erläuterte. Die Verwaltung werde gemeinsam mit Kindergärten, Tagesstätten, Schulen und Sportvereinen Ideen sammeln. Im Vordergrund stehe die Jugendarbeit.

Von dem Regenwasserklärbecken selbst sollen ab dem kommenden. Jahr nur noch die Reinigungsschächte zu sehen sein. Direkt auf dem Bauwerk ist ein Rollhockey-Spielfeld geplant.( jwe)

Bilduntertitel:

DIREKT NEBEN DER HASE entsteht an der Rotenburger Straße ein Regenwasserklärbecken für ein Einzugsgebiet von 1 30 Hektar. Foto: Gert Westdörp
Autor:
jwe


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