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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Am Pegel Eversburg lebt wieder der Bachflohkrebs
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Kläranlage hat große Bedeutung für die Hase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Cloppenburg (jp) Trotz verbesserter Reinigungsleistungen der Kläranlagen bleibt im Bereich des Gewässerschutzes noch viel zu tun, erklärte Peter Schmidt, Leitender Direktor des Staatlichen Amtes für Wasser und Abfall (STAWA) in Cloppenburg. Zwei Drittel der Gewässer im Zuständigkeitsbereich der Behörde gelten zwischen Dissen und Barßel als kritisch belastet, zwölf Prozent als stark bis sehr stark verschmutzt - auch wenn in den vergangenen Jahren besonders von den Haseanliegern erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung unternommen wurden.

In einem vom STAWA vorgelegten Bericht wird dies mit Daten aus der behördlichen Einleiterüberwachung dokumentiert. Beim Vergleich der Zahlen von 1990 und 1994 wird dabei deutlich, welchen Einfluß die Kläranlagen in den Landkreisen Osnabrück, Cloppenburg und Vechta sowie der in der Stadt Osnabrück auf die Gewässer haben. In diesem Zeitraum wurde 28 Kläranlagen mit einem Investitionsvolumen von etwa 150 Millionen DM erweitert oder neu gebaut, zudem in vielen Anlagen der Klärprozeß optimiert.

Während in früheren Zeiten die " Grundreinigung" des Abwassers in den Kläranlagen Vorrang hatte, wurde in den vergangenen Jahren mehr Wert auf die weitergehende Reinigung - die Nährstoffeleminierung - gelegt. So konnten im Vergleich zu 1990 die eingeleiteten Restfrachten 1994 für Ammoniumstickstoff um 70 Prozent für anorganischen Stickstoff um 50 Prozent und für Phosphor um 60 Prozent verringert werden. Wurden in die Hase aus Kläranlagen oberhalb des Pegels Eversburg 1990 noch jährlich über 1000 Tonnen anorganischen Stickstoffs eingeleitet, so war es 1994 weniger als die Hälfte. Dieser Rückgang ist auf den Ausbau der Kläranlage Osnabrück-Eversburg zurückzuführen, denn die Stickstoffentfernung wurde hier verstärkt. Die vom STAWA zuletzt

Überproportionaler Rückgang

1995 durchgeführte Bestimmung des biologischen Zustandsbildes der Hase ergab, das die Güte der Hase heute deutlich besser ist als in den Jahren 1986 und 1989. Es sind nunmehr Arten wie der Bachflohkrebs und Köcherfliegenarten an der Meßstelle Eversburg anzutreffen, die dort vor wenigen Jahren noch keinen Lebensraum fanden. Sowohl am Pegel Eversburg als auch in Alfhausen-Rieste ist die Hase um eine Güteklasse nach oben eingestuft worden.
Welche überregionale Bedeutung die Kläranlage in Eversburg für das Fließgewässer Hase hat, wird daran deutlich, daß 50 Prozent der im STAWA-Einzugsbereich gemessenen Verbesserung auf diese Anlage zurückzuführen ist. Überproportionalen Rückgang bei den Restfrachten verzeichnen auch die Pegel Bersenbrück und Wersen (Düte), nicht zuletzt dank der Investitionen in den Kläranlagen Bramsche und Georgsmarienhütte. Vorbildliche Ablaufwerte im Bereich der Nitrifikation und der Phosphorelimination bescheinigt die Behörde auch der Anlage der Firma Homann in Dissen, der auch kommunales Abwasser zufließt. Auch der In weiteren Hasebereichen zu verzeichnende Rückgang an Stickstoff- und Phosphorfrachten zeugt von den Anstrengungen im Bereich der Klärtechnik.

Auf die Gewässergüte wirken sich aber auch sonstige Einleitungen wie Oberflächenwasser von befestigten Flächen oder die diffusen Einleitungen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen besonders in regenreichen Jahren wie 1994 aus. Von daher empfiehlt STAWA-Leiter Schmidt neben weiteren Verbesserungen in den Kläranlagen besonders gewässer- und grundwasserschonende Landbewirtschaftung, geeignete Regenrückhaltemaßnahmen in bebauten Gebieten und eine naturnahe Gewässergestaltung und - Unterhaltung.
Graphiküberschrift
Eingeleitete Frachten aus Kläranlagen
Bilduntertitel
DEUTLICH NIEDRIGER fielen die eingeleiteten Schadtstoffe im Bereich des STAWA Cloppenburg 1994 im Vergleich zu 1990 aus. Die Graphik verdeutlicht diese anhand der Werte für Ammonium, anorganischen Stickstoff und Phosphor.
Autor:
jp


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