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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Pilzen und Flechten Osnabrücker Luft getestet
Zwischenüberschrift:
Schüler des Carolinums forschten in allen Stadtteilen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Was ist das, ein Kaugummi? Nein, eine Flechte", gibt der Untertitel eines Fotos auf der großen Stellwand bekannt, auf dem ein grünlich-grauer Fleck an einem Baumstamm zu erkennen ist. Der Biologie-Leistungskurs des Carolinums präsentierte jetzt die Ergebnisse einer Untersuchung zur Luftgüte ausgewählter Standorte in Osnabrück anhand von Blattpilzen und Flechten.

Auf Initiative des Referendars Gerald Mössinger hatten die 13 Schülerinnen und Schüler das Projekt während der vergangenen vier Wochen vor den Ferien selbständig erarbeitet, durchgeführt und ausgewertet. Mit der gleichen Methode, die schon für eine flächendeckende Untersuchung der Luftqualität der Stadt im Jahre 1996 eingesetzt worden war, überprüften sie sechs verschiedene Standorte auf Vorkommen und Anzahl von Flechten und eines Blattpilzes. Diese " Bioindikatoren" reagieren empfindlich auf Luftverschmutzung und ermöglichen daher Rückschlüsse auf die Stärke der Umweltbelastung.

Zu Beginn waren jede Menge Vorbereitungen zu treffen. So mußten die Schüler keimfreie Nährböden für die Anzucht der Blattpilze herstellen, Gitterschablonen zum Auszählen der Flechten basteln und sich mit Hilfe eines Flechtenexperten der Osnabrücker Universität in die Bestimmung verschiedener Flechtenarten einarbeiten.

An einem Freitag nach der sechsten Stunde pflückten sie an sechs Standorten Blätter für die Anzucht der rosaschleimigen Blattpilze und ermittelten die Anzahl der Flechten an Baumstämmen. Ihre Tätigkeit blieb nicht unbeachtet: Bei der Probennahme am Standort " Hafen" beäugten vorbeifahrende Lkw-Fahrer die Nachwuchswissenschaftler kritisch, und im Stadtteil Wüste wunderten sich Spaziergänger über die jungen Leute, die nach Blättern angelten. Zudem waren unzählige Fliegen und Blattläuse mit von der Partie: " Wir waren selber ein Ökosystem", erzählt Sven grinsend.

Die Auswertung ergab schließlich: Im Ortsteil Wüste fanden sich die meisten Flechten, was auf eine relativ gute Luftqualität schließen läßt, während in der Gartlage die wenigsten Flechten wuchsen. Die Ergebnisse des Schulversuchs stimmen insgesamt mit denen der städtischen Untersuchung überein.

Die praktische Arbeit im Team, die über den normalen Zeitrahmen des Bio-Leistungs-kurses hinausging, fand bei den Schülern großen Anklang: " Im Unterricht ist es mehr oder weniger eingefahren, hier konnten wir selbständig arbeiten", meinte Leonor. Yvonne stellte heraus, daß man die Biologie viel besser kennenlerne. Das Lob vom Referendar: " Das Engagement der Schüler geht zum Schuljahresende normalerweise gegen Null - in diesem Kursus hat es sich gesteigert." (vvk)
Autor:
vvk


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