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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Local-Nachrichten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück, 9.Jan.
[Der Vertrag, die in der Stadt Osnabrück zu errichtende Pferde-Eisenbahn betrffend,] welche zu veröffentlichem wir heute in die Lage gesetzt werden sollten, ist uns leider wieder einmal durch " collegialische" Liebenswürdigkeit so spät zugegangen, daß wir dendelben heute nicht mehr ganz Abdrucken bringen können. Derselbe lautet:
Zwischen dem Magistrat der Stadt Osnabrück, vertreten durch den Oberbürgermeister Brüning daselbst, einerseits und . . . . . . anderseits ist flgender Vertrag über den Bau und den Betrieb von Pferde-Eisenbahnen im Stadtbezirk Osnabrück abgeschlossen.
$ 1
Vorbehaltlich der Feststellung der Tragen und der spciellen Bedingungen wird den Unternehmen für folgende Linien die Benutzung der Straßenplätze, Chauseen, Wege, Brücken ec. der Stadt zum Betrieb von eingleisigen Pferdebahnen nebst den erforderlichen Weichen gestattet:
1. Linie Johannisthor, Johannisstraße, Großestraße, Domhof, Hasestraße, Bramscherstraße bis zur Acktienspinnerei.
2. Linie Venlo-Hamburger-Bahnhof, Buerschestraße, Schillerstraße, Herrenteichsstraße, Kl. Domfreiheit, Domhof, Markt, Hegerstraße, Lotterstarße bis zum Blumenhallerweg.
3. Linie Westbahnhof, Bahnhofstraße, Neumarkt.
Die Unternehmen verpflichten sich, die vorgehend unter 1, 2 und 3 aufgeführten Linien alsbald nach Ertheilung der polizeilichen Erlaubniß, sowie der Erlaubniß der Königlichen Eisenbahnverwaltung und des Landes-Directoriums, um welche Erlaubnißertheilungen sie sofort nach Genehmigung dieses Vertrags seitens der städtischen Collegien der Stadt Osnabrück durch Vermittlung des Magistrat nachzusuchen haben, in Angriff zu nehmen, binnen neun Monaten herzustellen und in Betrieb zu setzen.
Die Unternehmen verpflichten sich ferner, die Linie unter 3 über den Neuengraben, die Catharinenstraße, die Wallstraße bis zum Natruper Thor fortzusetzen und in gleicher Frist, wie oben, herzustellen und in Betrieb zu setzen, sobald der Magistrat der Stadt Osnabrück es verlagt. Es wird jedoch den Unternehmern zugesichert, daß solches Verlangen nicht vor dem Ablauf von acht Jahren nach Eröffnung des Betriebes der anderen drei sofort zu bauenden Linie gestellt werden, soll es sei denn, daß ein anderes Unternehmer sich bereit stände, diese Linie zu bauen, welchen Falles die Unternehmer sich auf Anfrage des Magistrats spätestens in 14 Tagen darüber erklären müssen, ob sie sofort auch diese Linie bauen und betreiben oder darauf verzichten wollen.
Die Unternehmer verpflichten sich endlich, den Bau der Linie Bahnhofstraße, Centralbahnhof, sobald dessen Bau begonnen ist, in Angriff zu nehmen und spätestens zu dem Zeitpunkte herzustellen und in Betrieb zu setzen, in welchem der Central-Bahnhof eröffnet werden soll.
§ 2
Diese Concession 1) wird auf die Dauer von fünfzig Jahren, angerechnet vom 1. Jan. 1882 ertheilt und stillschweigend von fünf zu fünf Jahren verlängert, wenn nicht mindestens zwei Jahre vor jedesmaligen Ablaufe dieser Frist die Fortdauer der Concession ducrch den Magistrat gekündigt ist.
§ 3
Die Unternehmer unterwerfen sich für die Anlage der im § 1 berechneten Pferdebahnlinie folgenden näheren Bedingungen:
a. Die Folge der Anlegung der Bahn erforderlich werdenden Veränderungen an den Straßen, Wegen oder Brücken oder Veränderungen bezw. Verlegungen der Telegraphen, Wasserleitungs-, Entwässerungs-, Beleuchtungs-Anlagen, Brunnen, Pumpen, Bedürfnißanstalten, Anpflanzungen oder sonstigen öffentlichen Anlagen sind nach Vorschrift der betr. zuständigen städtischen oder anderen Verwaltung auf Kosten der Unternehmer zu bewirken.
b. Der Oberbau muß so stark costruirt sein, daß er auch von den schwersten Lastwagen beliebig befahren werden kann, da ein Verbot des Befahrens der Gesell. durch ander als die Pferdebahnwagen ausgeschlossen ist. Das Project des Oberbaues ist dem Magistrat zur Genehmigung vorzulegen. Die Schienengleise dürfennur in gleicher Höhe mit der Pflasteroberfläche angelegt werden und müssen sich dem Straßenprofil anschließen; im Uebrigen müssen die Schienen ein solches Profil haben, daß eine Gerade für die Fußgänger oder ein Einklemmen der Straßenfuhrwerke, sowie der Grotten der Pferdehufeisen oder eine anderweitige Gefährtung der Fuhrwerksverkehrs nicht eintreten kann. Für eine gute Abwässerung der Gefälle ist von den Unternehmern Sorge zu tragen.
(Schluß folgt.)


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