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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn das Abwasser leise im Doppeldüker gurgelt
Zwischenüberschrift:
Drei neue Nachklärteiche für das Eversburger Klärwerk
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein leises Gurgeln rollt durch den Doppeldüker. Am Ende der aus Beton gegossenen Zweifachröhre harrt in gespannter Erwartung Oberbürgermeister Hans-jürgen Fip inmitten einer kleinen Menschenschar und spitzt die Ohren. Und wo es ein paar Schritte neben dem Haseuferweg eben noch sanft gluckerte, sprudelt und rauscht das Wasser plötzlich mit Macht aus dem Düker heraus - die offizielle Inbetriebnahme der neuen Nachklärteiche am Eversburger Klärwerk ist perfekt.
" Damit ist der letzte Schritt der Klärwerkserweiterung beendet", kommentiert Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann die strudelnden Wassermassen, die die derzeit noch als Sandgruben daliegenden Geländevertiefungen in den kommenden Tagen in drei miteinander verbundene Klärteiche verwandeln werden. Anderthalb Kilometer naturnah gestaltete Uferlinie warten darauf, geflutet zu werden.
Klärwerksleiter Jürgen Peters erklärt seinen Gästen derweil die technischen Besonderheiten der Anlage: Gespeist werden die Teiche aus dem bereits vorhandenen Klärteich am gegenüberliegenden Haseufer, mit dem sie durch jenen schon erwähnten " Doppeldüker" verbunden sind. Durch diese " kommunizierenden Röhren" wird das doppelt geklärte Wasser am Ende - nach rund 48 Stunden Verweildauer in den neuen Teichen - auch wieder in den alten Klärteich zurückfließen, um von dort aus endgültig in die Hase geleitet zu werden.
Am steigenden Gewässerpegel erfreute sich gestern auch Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip. " Das hier ist das Tüpfelchen auf dem I des Klärwerks Osnabrück-Eversburg", urteilte er. In den Bau des Nachklärgeländes, das als Ersatz für einen ehemaligen Schönungsteich angelegt worden ist, hat die Stadt rund 850 000 DM investiert. Die Teiche sollen nicht nur den ansässigen Tier- und Pflanzengesellschaften einen auf langfristige Entwicklung angelegten Lebensraum bieten, sondern vor allem auch noch einmal die Qualität des Wassers verbessern, nachdem es die obligatorischen Stationen der Kläranlage durchlaufen hat. " Zusammen bilden die Teiche eine Oberfläche von rund zweieinhalb Hektar", erklärte Planer Lothar Dütemeyer. " Das hat einen regen Sauerstoffaustausch zur Folge, die Wasserqualität wird besser. Das Fassungsvermögen von rund 30 000 Kubikmetern bietet außerdem eine zusätzliche Sicherheit, wenn es Probleme in der Kläranlage geben sollte."

Aufmerksam beobachtet wurde das Anlegen und Fluten der neuen Nachklärteiche auch von den Vertretern des Bürgervereins Eversburg. Das zufriedene Fazit von Christel Siegmann, der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden: " Das sieht ja jetzt schon sehr schön aus, und wenn alles fertig ist, dann wird es wohl noch schöner sein." (ugh)
Bilduntertitel
WASSER MARSCH: Unter dem kritischen Blick von Oberbürgermeister Hans-jürgen Fip (rechts) wurde gestern das neu angelegte Nachklärgelände in Eversburg geflutet.Foto: Elvira Cotthardt
Autor:
ugh


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