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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Die "Friedensfurt" zieht Reiter an
Zwischenüberschrift:
Das neueste Projekt an der Hase orientiert sich an mittelalterlichem Vorbild
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die " Friedensfurt" zieht Reiter an
Das neueste Projekt an der Hase orientiert sich an mittelalterlichem Vorbild
Eine neue Attraktion im Zeichen des Friedensjubiläumsjahres entsteht zur Zeit im Bereich der Pernickelmühle: Dort wird eine mittelalterliche Furt über die Hase angelegt, die im Sommer im Rahmen des geplanten Reiterspektakels (wir berichteten) eine wichtige Rolle spielen soll.
Wie Kulturdezernent Reinhard Sliwka und Denkmalpfleger Bruno Switalla gestern vor Ort erklärten, soll mit dein Projekt die Lebenssituation der städtischen Bevölkerung während der Zeit der Friedensverhandlungen anschaulich dargestellt werden. " Wir wollen auch einen zeitgenössischen Beitrag zum Anfassen", so Sliwka. Die Idee sei fraktionsübergreifend im Verwaltungsausschuß geboren worden. " Trotz einiger Bedenken von selten der weiblichen Ratsmitglieder, da in den Reiterspielen gemäß den historischen Vorbildern ausschließlich Männer eine tragende Rolle übernehmen, ließ sich schließlich doch noch Einstimmigkeit erzielen", erklärte Sliwka.

Switalla bereiste daraufhin zusammen mit seiner Frau verschiedene Städte in Europa, die noch über erhaltene Furt-Anlagen verfügen. " In Bern, Verona und Angers wurden wir fündig", so der Denkmalpfleger. Nach der Auswertung der wenigen Unterlagen im Staatsarchiv und mit Hilfe der in den drei Städten gemachten Aufnahmen gelang es ihm, eine detailgetreue Zeichnung anzufertigen.
Nach dieser Vorlage arbeitet seit wenigen Tagen die Baufirma Dieckmann an einer Rekonstruktion. " Den schwierigsten Part haben wir hinter uns, denn es war wegen der starken Regenfälle nicht einfach, das Fundament in das Flußbett aufzubringen", berichtete ein Bauleiter. Inzwischen sitze die Unterkonstruktion aber fest und es gehe nun darum, die Böschungen an beiden Seiten möglichst realitätsnah zu gestalten.

Schützenhilfe dabei leistet das Grünflächenamt, das sich mit Hilfe von Aufzeichnungen aus dem damaligen Kloster Gertrudenberg einen genauen Überblick über den Uferbewuchs während der Friedensverhandlungen machte. " Die Arbeit der Nonnen über Heil- und Giftpflanzen waren sehr hilfreich", betonte Amtsleiter Bernhard Schilling. Die heute zum Teil sehr seltenen Pflanzen habe man über die Internationale Botanische Vereinigung besorgen können. " Die werden nächste Woche gepflanzt, aber dann von WSO-Mitarbeitern rund um die Uhr bewacht", sagte Schilling.
Die Arbeiten sollen im Mai abgeschlossen werden. Das Spektakel beginnt im August und wird bei entsprechender Resonanz während der großen Friedensausstellung im Oktober vor zahlreichen Präsidenten und gekrönten Häuptern wiederholt werden.( fr)
Fotountertitel
EINE MITTELALTERLICHE FURT entsteht zur Zeit oberhalb der Pernickelmühle. Foto: Cert Westdorp


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