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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Polier: "Manchmal ist es im Rohr wie in einem Untersee-Boot"
Zwischenüberschrift:
Spezial-Bohrkopf hat Wall und Bahngleise untertunnelt - Hase problematisch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Knochenarbeit verrichten seit Anfang Januar die Männer um Polier Andre Klein-Hietpaß, die von einer Preßgrube neben dem Iduna-Hochhaus aus ein 1, 40 Meter dickes Abwasserrohr in einem Spezialverfahren unter den Bahngleisen Richtung Sandbachstraße und unter der Hase durch Richtung Hasestraße vorantreiben. Erstmals wird dabei in Osnabrück ein neuentwickeltes Preßrohrgerät eingesetzt (wir berichteten).
Das Team der Spezialfirma aus Bocholt hat jetzt die Hälfte der Arbeit geschafft: Das Rohr wurde innerhalb der letzten acht Wocheri unter dem Erich-Maria-Remarque-Ring' sowie den sieben Bahngleisen der Strecke Rheine-Hannover durchgepreßt und hat das Anschlußstück an der Sandbachstraße erreicht. Da der Grundwasserstand zwei Meter über der Rohrachse liegt, müssen alle Arbeiten unter Druckluft durchgeführt werden. " Ein bißchen U-Boot-Atmosphäre kommt auf", erklärte der Polier. Maximal 14 Meter pro Tag kommen die Experten voran.
Er ist mit seinem Team und dem teuren hydraulischen Bohrgerät an ständig wechselnden Einsatzstellen im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Seine Männer und er klotzen von Montag bis Freitag zwischen 12 und 14 Stunden ran, fahren übers Wochenende zu ihren in Deutschland verstreut lebenden Familien oder Freundinnen und treffen sich Montagmorgen wieder an der Preßgrube. " Wir wissen noch nicht, wo unsere nächste Baustelle ist, wenn wir hier in Osnabrück fertig sind", berichtete Klein-Hietpaß. Über Osnabrück als Stadt könnten er und seine Leute angesichts des hohen Arbeitspensums nicht viel sagen. " Scheint aber ganz nett zu sein", so der Vorarbeiter.
Ansgar Joachimmeyer als Bauleiter im städtischen Tiefbauamt verwies auf die Dringlichkeit der rund drei Millionen Mark teuren Maßnahme. So seien zum einen die teils aus der Jahrhundertwende stammenden alten Abwasserrohre aus dem Bereich Schinkel marode. Da sich zudem die Einwohnerzahl der angeschlossenen Stadtteile Dodesheide, Widuklndland, Gartlage und Schinkel vergrößert hätten und zusätzlich das Gewerbegebiet Hasepark (ehemals Klöckner-Gelände) hinzukomme, sei die neue Trasse mit dem dicken Rohr unumgänglich geworden. " Immerhin fließt dort ein Drittel des Abwassers der ganzen Stadt durch", betonte Joachimmeyer.
Sein Augenmerk und das der Speziallsten in der schlammigen Preßgrube richtet sich jetzt Richtung Hase-...? stehende Unter- ...?
Oberkante des Rohres und Sohle des flusses lediglich zwei Meter liegen. " Überraschungen sind immer möglich, zumal sich unter der Hase Klüfte befinden und sogenannte Ausbläser warscheinlich machen, bei denen die Druckluft im Rohr nicht gehalten werden kann", skizzirte der Bauleiter denkbare Probleme. Da sich die Arbeiter vom Inneren des fertigen Rohres mit dem aufgeflanschten Bohrkopf an der Spitze voranarbeiten, könnten " Ausbläser" unangenehm werden.
Wenn in einigen Wochen das Anschlußstück in der Hasestraße erreicht ist und die Abwässer dann problemlos zum Klärwerk Eversburg geleitet werden, haben Polier Klein-Hietpaß und seine Mannen 400 Meter unterirdisch zurückgelegt. " Eine offene Verlegung des Rohres wäre unmöglich gewesen, denn dann hätten wir Osnabrück wochenlang lahmgelegt", ist Bauleiter Joachimmeyer froh über die Entscheidung für ein zwar teures, aber in einer pulsierenden Stadt praktikable Verfahren.
Fotountertitel:
EIN GEWIRR von modernster Technik, Hydraulikpumpen und Sicherheitseinrichtungen umgibt den Mann, der unmittelbar hinter dem Bohrkopf arbeitet und dabei bereits im neuen Abwasserrohr steht. Dieter Hübner
Autor:
fr


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