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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Local-Nachrichten.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück, 13.Nov.
Sitzung der städtischen Collegien. Auf heute Mittag war eine Sitzung behuf Einführung des zum Senator erwählten Herrn Bürgervorsteheres Hugo, sowie zur Verhandlung von zwei Gegenständen angesetzt. Der Herr Syndicus Möllmann eröffnete um 12 Uhr die Sitzung und verlaß ein Rescript Königl. Landdrostei vom 9. d. M., wonach auf dem Bericht vom 27. v. M. unterm 3. ..... vom Herrn Oberpresidenten die Bestädigung des Herrn Hugo als Senator der Stadt Osnabrück von Seiten der Regierung angezeigt ist. Er ersuchte den Einzuführenden bei den von den Ministerien des Magistrat einzunehmenden S..en Platz zu nehmen. Herr Hugo sei, so äußerte sich der Herr Sydicus, seit 28 Jahren im Bürgervorstehercollegium thätig gewesen. 1849 als Bürgervorsteher gewählt, habe derselbe dies Ehrenamt mit ausnahme von drei Jahren, versehen. Er ersuche denselben, auch fernerhin mit seinen Erfahrungen den Collegien zur Seite zu stehen. Verblaßt sei wohl gegen früher die Senatorwürde, die ehedem das Recht der Entscheidung über Leben und Todt gehabt habe, was nach durch die drei über dem Sitzungssaale befindlichen Schwerter versinnbilden werde. Es sei jetzt nicht mehr nöthig, daß die Einwohner sich schützen gegen die Uebergriffe von Nachbarn, wie leben jetzt in einer andern Zeit. Die Entwicklung unseres jetzigen Staatslebens habe andere und bessere Wege gebahnt. Die Aufgabe der Senatoren sei gegen früher geringer, und doch auch wieder schwerer. Damals habe die Stadt 12, 000 Einwohner gehabt, jetzt zählen sie über 30, 000. Sie sei der Knotenpunkt von 3 Bahnen, Handel und Industrie seien größer. Die Herstellung von Straßenpflasterec. hatte große Opfer verlangt, die Gesundheitspflege habe die Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Ein Verwaltungsbericht, der sich im Druck befinde, werde näheren Aufschluß geben. Für den Bau der Canäle seien 760, 000 M. verausgabt. Das Schulwesen sei realisirt, die Anforderungen größer geworden. Für die Kirchen seien die Lasten gewachsen. Nach einigen anderen Ausführungen sprach Redner die Hoffnung aus, daß die jetzigen Umstände vorübergehen, die Industie sich wieder heben möge. Er hoffe und vertraue, daß die bißherigen guten Beziehungen zwischen den Collegien fortbestehen mögen und der neue Senator sich dieses Bestreben zu eigen mache. Sodann leistete Herr Hugo den Homöglaleid und den auf die Verfassung.
Hierauf theilte Herr Syndicus Möllmann mit, daß ein paar einlige Sachen zur Verhandlung gesetzt seien.. Es sei in der Baucommission erwogen worden, bei der Fortführung des Wallcanals bis zum Johannisthore hinsichtlich des Baus und kleinerer Probleme Eile eintreten zu lassen. Darnach würde der Hauptcanal durch die Spindelstraße nach dem Johannisthore resp. Sutthause Straße laufen, und von der Volksschule durch die Hermannstraße zum Stadtgraben rsp. Hermannsplatz ein kleineres Profil hergestellt werden, wodurch an die 6.100 Mark erspart würden. Es wurde der Vorschlag gemacht, über das Project mit dem Herrn Stadtbaumeister in Verhandlung zu treten, ob das enge Profil das Wasser aufnehmen könne, und erklärte man sich im Princip damit einverstanden. Schließlich wurde bewilligt: Bei dem Ausbau in Niederlage für das Leihhauslokal zur größeren Sicherheit eiserne Fenster einrichten zu lassen, veranschlagt zu 400 M., für einen diebessicherren Schrank 700 M., für einen kleinen 500 M., und für Inventar für die Cämmerei ec. 1250 M.


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