User Online: 1 | Timeout: 15:33Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jahrhundertregen: Prävention statt Internetplanspiel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Leser schreiben der Redaktion

Diese Veröffentlichungen geben die persönlichen Ansichten des Einsenders wieder. Kürzungen vorbehalten.

Jahrhundertregen: Prävention statt Internetplanspiel

Zum Artikel " Wo läuft die Hase beim Jahrhundertregen über?" (NOZ vom 11. Mai).

" Im Amt für Grün und Umwelt wird von einer komfortablen Hochwassersituation und dem eher unwahrscheinlichen Eintreten einer Katastrophe wie an Oder und Elbe gesprochen, und auf diesem Wege werden die Stadt und ihre Bürger aus Verantwortung und Pflicht entlassen.

Die Internetspielerei auf den Seiten der Stadt Osnabrück, auf der jeder Grundstücksbesitzer erkennen können soll, inwieweit er von einer so genannten Jahrhundertkatastrophe betroffen wäre, hat weder ein geschärftes Bewusstsein zur Folge, noch lässt sich dieses bei den Verantwortungsträgern der Stadt erkennen. Anstatt ihre Bürger mit zeitraubenden, weitgehend überflüssigen Internetplanspielen zu beschäftigen, sollte die Kommune präventiv tätig werden. Es muss darüber aufgeklärt werden, inwieweit jeder Grundstücksbesitzer zur Vermeidung von Hochwassersituationen beitragen kann und sich damit ein ökologisch sinnvolles Wohnumfeld schafft. Einen zusätzlichen Anreiz würde eine finanzielle Förderungdarstellen.

Auf fast jedem Grundstück ist es möglich, Entsiegelung sowie Regenwassernutzung und - versickerung zu optimieren. Hier läge ein großes Potenzial zur Vermeidung von Hochwasserkatastrophen, indem die natürliche Wasserspeicherkapazität des Bodens genutzt wird. Das städtische Wohnumfeld gewänne an Attraktivität, und Kosten ließen sich durch die Entlastung von Kanalnetz und Kläranlagen einsparen. Dennoch werden solche Maßnahmen nur geringfügig bzw. gar nicht gefördert. Sollten hier verloren gehende Einnahmen aus Brauch- und Abwassergebühren eine Rolle spielen, kann wohl nicht von Bewusstseinsschärfung die Rede sein, und die sollten Stadt und Behörde dann auch nicht bei ihren Bürgern erwarten."

Wolfgang Hoffmann

Nienort 80

49086 Osnabrück
Autor:
Wolfgang Hoffmann


Anfang der Liste Ende der Liste