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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Thema "Mülldeponie" vom Tisch?
Zwischenüberschrift:
ImGespräch: Technischer Verbund für die Trinkwassersicherung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (sh) Trotz aller Sparmaßnahmen bleiben auch 1997 zahlreiche Themen aus Natur- und Umweltschutz auf der Tagesordnung. Nicht alles kann allerdings so schnell realisiert werden, wie es sich manche vielleicht wünschen. Das machte der Umweltdezernent des Landkreises, Wilhelm Niemann, in einem Gespräch mit unserer Zeitung deutlich.
Die Präsentation der Natur ist nach Angaben von Kreisrat Niemann das Ziel eines Naturparkzentrums, das im Museum am Schölerberg neben dem Zoo eingerichtet werden soll. Dort ist auch eine Koppelung mit touristischen Angeboten geplant. Ziel ist die Verbindung von Natur und Fremdenverkehr für auswärtige Besucher, so der Umweltdezernent. Einbezogen werden sollen in das Konzept natürlich auch die Lernstandorte im Landkreis, wie der Biesthof in Rieste, der Kuhlhoff in Bippen oder Noller Schlucht in Dissen. Gefunden werden muß allerdings noch ein werbewirksamer Name. Der alte Name ,, Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald/ Wiehengebirge" ist dafür etwas zu lang. Am Schölerberg könnte auch ein Informationszentrum und Erlebnisbereich zum Expo-Thema " Boden" entstehen. Für die Expo-Besucher aus fernen Ländern ein interessantes und lebenswichtiges Thema.

Praktischen Umweltschutz und geradezu ein Mammutprogramm stellt die Revitalisierung der Haseauen dar, die zum Teil von der Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück gesponsert und auch von der Naturschutzstiftung des Kreises unterstützt wird. Geplant oder auch bereits begonnen sind unter anderem Maßnahmen in Melle, Bissendorf sowie zwischen Badbergen und Quaken-

Erlebnisbereich zum Expo-Thema " Boden"

brück. In diesem Jahr soll eine Bestandsaufnahme aller Vorhaben für die Koordination erstellt werden, um so den Naturschutz auch plakativer darstellen zu können.

Die Überarbeitung des Landschaftsschutzgebietes steht außerdem auf dem Programm. Ziel ist ein anderer Flächenzuschnitt. Durch Aufteilung des bestehenden Areals in wahrscheinlich drei Gebiete soll den Gemeinden ein größerer Freiraum für die Planung geschaffen werden. Diese neuen Gebiete sollen allerdings Kernzonen erhalten, die dann einem besonderen Schutz unterliegen, so der Umweltdezernent.

Mit der Überarbeitung soll im Süden des Kreises begonnen werden. Dabei will der Kreis eng mit den Gemeinden, der Landwirtschaft und dem Naturschutzbund zusammenarbeiten.

Ein weiteres Vorhaben will der Umweltdezernent in diesem Jahr angehen: Es soll ein technischer Verbund geschaffen werden, um Trinkwasser durch das gesamte Kreisgebiet schicken zu können, wenn es einmal nötig sein sollte. Dabei sollten auch die Stadtwerke Osnabrück mit eingebunden werden, um so eine Wasserversorgung in Notfällen sicherzustellen. Die technische Verwirklichung ist jedoch wegen der starken Zersplitterung der Zuständigkeiten nicht ganz einfach, räumt Niemann ein.

In diesem Jahr konnte eine Erhöhung der Müllgebühren aufgrund vorhandener Rücklagen noch verhindert werden. Doch wegen des Kostendrucks am Piesberg wird sie 1998 nicht zu umgehen sein, meint der Umweltdezernent. Dagegen ist für ihn das Thema eigene Mülldeponie im Landkreis Osnabrück vom Tisch. Und mit einer Entscheidung der Bezirksregierung zur geplanten Müllverbrennungsanlage der Firma Edelhoff in Bramsche rechnet Niemann im Laufe des Jahres.
Dabei könne die Bezirksregierung durchaus auch über örtliches Recht hinweg entscheiden und somit die Hemmnisse, die die Stadt Bramsche aufbaut, beseitigen, erläutert Niemann.

Was bringt uns 1997?
In loser Folge befragen wir Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Interes-senverbänden für einen kurzen Ausblick auf 1997.Heute:

WILHELM NIEMANN, Kreisrat und Umweltdezernent beim Landkreis Osnabrück. Foto: Elvira Gotthardt
Autor:
sh


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