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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Betongraues Pflaster paßt nicht zu unseren Häusern"
Zwischenüberschrift:
Katharinenstraße: Aufregung über Kastanien beigelegt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Katharinenviertel regt sich Widerstand gegen das geplante betongraue Pflaster. In einer Versammlung des Bürgerveriens wurde ein deutliches Votum für ein rotbraunen Fahrbahnbelag abgegeben. Sehr schnell legte sich hingegen bei weit über 100 versammelten Anwohnern im Hotel Klute die Aufregung über die gefährdeten Kastanien am Gustav-Heinemann-Platz.

" Wir haben uns überfahren gefühlt", erklärte Manfred Haubrock, der Vorsitzende des Bürgervereins, weil sich die Bauverwaltung ohne Rücksprache für das knochenförmige Ipro-Pflaster entschieden hatte. Andere Sprecher kritisierten, das Betongrau passe einfach nicht zu den denkmalgeschützten Fassaden der Katharinenstraße. Auch die Form der Seine wurde beanstandet.
Wolf-Rüdiger Sack vom Tiefbauamt der Stadt hielt dem jedoch entgegen, das Ipro-Pflaster habe sich in vielen Wohnstraßen von Osnabrück bewährt. Mit dem Hinweis auf die Kosten, die ja zu 75 Prozent von den Hauseigentümern aufgebracht werden müssen, zog er mancheAnwohner auf seine Seite. Nach langem Hin und Her wurde aber vereinbart, daß sich der Bauausschuß am Donnerstag noch einmal mit der Pflasterfrage beschäftigen soll. Die Sache eilt, denn schon in der kommenden Woche soll auf dem ersten Abschnitt der Katharinenstraße mit der Oberflächengestaltung begonnen werden.
Ein " heißes Eisen" war für viele Versammlungsteilnehmer die Frage, was mit den 90 Jahre alten Kastanien geschehen soll. Seit Frühjahr verlegen die Tiefbauer neue Kanäle für Schmutz- und Regenwasser durch die Katharinenstraße. In Kürze werden sie die Baumreihe am Gustav-Heinemann-Platz erreichen. Damit sie keinen Schaden nimmt, werde behutsam gearbeitet, erklärte Grünflächenamtsleiter Bernhard Schilling: Nicht mit dem Bagger, sondern von Hand solle überall dort ausgeschachtet werden, wo Wurzeln in Mitleidenschaft gezogen werdenkönnten.
Um die Grundwasserabsenkung während der Bauarbeiten zu kompensieren, wollen die Stadtgärtner das Wurzelsystem bewässern und düngen. Bei der Untersuchung des Untergrunds habe sich überdies gezeigt, daß nur sehr wenig Wurzeln in den Straßenraum reichen. Der weitaus größere Teil habe sich einen Weg zur anderen Seite, Richtung Spielplatz, gebahnt. Mit großer Wahrscheinlichkeit würden die Kastanien nicht beeiträchtigt, faßte Schilling zusammen.
Autor:
rll


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