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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hase über die Ufer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" In der Antwort auf die dritte Frage irrt Herr Haverkamp in der Jahresangabe 1884 für die Errichtung des Wasserwerks. Erst sechs Jahre später war es soweit. 1880 faßt der Magistrat den Beschluß, eine zentrale Wasserversorgungsanlage zu schaffen, aber erst 1887 wird der Baurat Salbach in Dresden mit der Gesamtplanung beauftragt. Im April 1889 legt er die Pläne vor, im Juni 1889 beschließen die , Collegien' den sofortigen Beginn der Arbeiten.

Und dann geht es für heutige Begriffe sehr schnell. Es wurden die Brunnen am Hettlicher Turm und bei der Huxmühle gebaut und das Pumpwerk Mindener Straße sowie der Hochbehälter auf dem Westerberg. Die Rohrleitungen werden verlegt, und im Dezember 1890 sind über 80 Prozent der Häuser angeschlossen, dazu fast 350 Hydranten für die Feuerwehr. Am 16. Dezember wird mit dem Probebetrieb begonnen, am I. Januar 1891 wird der volle Betrieb aufgenommen, und davon zeugen auch die beiden Sleintafeln am Hochbehälter auf dem Westerberg: , Wasserwerk der Stadt Osnabrück, eröffnet 1. lanuar 1891'.

Wie wichtig die Wasserversorgung war, zeigte sich schon ein wenig später. Am 25. Januar 1891 trat durch Eisstau vor der Neuen Mühle und vor der Pernickelmühle die Hase über die Ufer und überschwemmte weite Bereiche der Stadt. Aber auch aus der Kanalisation sprudelte an vielen Stellen der Stadt und in den Kellern das Wasser hoch. Jauche und Mist wurden mit dem Hasewasser in die Hausbrunnen gespült, so daß große Seuchengefahr bestand. Aber jetzt konnte der Magistrat den , Überschwemmten empfehlen, nicht mehr das gesundheitsschädliche, verunreinigte Brunnenwasser zu verwenden, sondern sich des reinen Leitungswassers zu bedienen . . .', so das OT am 30.1.1891."

Dierk Siebel
In der Barlage 90
Osnabrück
Autor:
Dierk Siebel


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