User Online: 1 | Timeout: 14:02Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Reste der zweiten Stadtmauer Osnabrücks
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
.
Durch die Offenlegung der Lürmannstraße wird ein Tei der Befestigungswerke Alt-Osnabrücks wieder dem allgemeinen Interesse näher gerückt. Es sind dies die Reste der ehemaligen zweiten Stadtmauer, die sich in den zwischen der Natruperstraße und dem städtischen Krankenhause belegenen Gärten bis jetzt erhalten haben. Der übrige Teil dieser Schutzmauer ist schon längst verschwunden, und auch diesem Rest wird es nun höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren nicht besser ergehen, wenngleich der Altertumsfreund diese Zeugen früherer Zeiten gern erhalten sehen möchte. Ihr Alter reicht bis in die Zeit des Kaisers Rudolf von Habsburg zurück, vor dieser Zeit hatte Osnabrück, vielleicht zum Schutze gegen die Dänen aber die Normannen, die an der friesischen Küste landeten und zur Zeit der Karolinger die ärgsten Feinde des christlichen Glaubens waren, sich bereits durch die Anlage von Mauern zu schützen gesucht. Von welchem Kaiser diese erste Befestigung angelegt bezw. erlaubt wurde, ist nicht mehr bekannt. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß diese Befestigung zur Zeit Heinrichs I. gegen die Ungarn geschaffen wurde, oder daß sie, wie Möser, Bd. 8 pag. 114, meint, unter Heinrich IV. in den großen sächsischen Unruhen geschehen sei. " In diesen ward sie wenigstens von der sächsischen Partei unter dem hildesheimischen Bischofe Udo und dem Markgrafen Egbert belagert. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte sich der Ort gegen den Westerberg, an dessen Fuße er liegt, zuerst ausgebreitet. Hier waren, was Handwerker zuerst suchen, trockene Keller und Steine und Kalk bei der Hand." Hier sieht man, in dem sog Waisenhofe, noch die alte Wohnung des oberste Kirchenvogtes und den Bucksturm. Dieser ganze Stadtteil hatte den Charakter einer Vorburg, was auch aus der jetzt noch gebräuchlichen Bezeichnung " Butenburg", im Gegensatz zu der u den Markt herum gelegenen " Binnenburg" hervorgeht. Der Ort, der sich im Anschluß an diese befestigten Stadtteile immer weiter entwickelte, wurde dann auf grund eines aus dem Jahre 1171 stammenden Privilegiums Kaiser Friedrich Barbarossas mit Mauern und Gräben umgeben. Da aber diese Befestigungsmittel noch nicht ausreichten, erwarben die Bewohner der Stadt im Mai des Jahres 1280 von König Rudolf von Habsburg das Recht, sich zur Sicherung gegen die Feuerpfeile ihrer Feinde ohne Jemande Widerspruch mit Gräben und einer zweiten Befestigungsmauer zu umgeben. Von dieser zweiten Mauer stammen die genannten Reste noch her. Man kann sie vom Kronprinzenwall aus ganz bequem sehen, sie bestehen aus einzelnen vermauerten torbogenartig gewölbten Bruchstücken, die jetzt als Gartenmauer benutzt werden. In dem Raume zwischen dieser äußeren und der inneren Stadtmauer wurden von den Bürgern Gärten angelegt, soweit der Platz nicht für die Herstellung des Stadtgrabens und zu anderen Zwecken benutzt wurde. Zum Dank für die verliehenen Privilegien hat die Stadt später Friedrich Barbarossa und Rudolf von Habsburg mit den übrigen um die Stadt verdienten Kaisern Karl dem Großen, Arnulf, Friedrich II., Ludwig von Bayern, Sigismund, Maximilian I. und Wilhelm I. an der Hauptseite des Rathauses bleibende Denkmäler gesetzt.


Anfang der Liste Ende der Liste