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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Der Winter ist viel zu warm
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker warten auf "knackige Kälte"
Artikel:
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Originaltext:
Der Winter ist viel zu warm

Osnabrücker warten auf " knackige Kälte"

" Ein richtiger Winter ist noch nicht in Aussicht." Mit dieser Feststellung zerstörten gestern die Mitarbeiter der Wetterwarte auf dem Ziegenbrink auf Fragen der Neuen OZ die Hoffnungen vieler Osnabrücker auf ein der Jahreszeit angemessenes Wetter. Das ständige Dämmerlicht, Nieselregen und Nebel und die fehlende Sonne bei erkältungsfördernden Temperaturen heben nicht gerade die Stirnmung. Sollte das etwa der Winter sein?

Stationsleiter Frese von der Wetterwarte bringt die hohe Kunst der Meteorologie auf einen verständlichen Satz: ,, Die Karten werden jedes Jahr neu gemischt, beim Wetter gibt es keine Regeln und Regelmäßigkeiten." Das Wetter macht anscheinend was es will - und in diesem Jahr scheint es den ,, Winter 1987/ 88 wiederholen zu wollen.

Auch damals gab es einen ähnlich milden Winter und einen " warmen" Januar, dem nur ein kurzer Wintereinbruch im Februar folgte. Die Mitteltemperatur im Januar dieses Jahres lag bislang bei 5, 5 Grad. ,, Gegenüber dem langjährigen Durchschnitt war es um 4, 5 Grad zu warm", erläuterte Frese. Den unregelmäßigen Wechsel von kalten und wärmeren Wintern zeigen die Durchschnittszahlen der vergangenen Jahre: Die Mitteltemperatur lag im Januar 1987 bei - 4, 9 Grad, 1986 bei 1, 4 Grad, 1985 bei - 4, 6 Grad, 1984 waren es 2, 4 Grad und 1983 gab es mit 5, 5 Grad einen ähnlich milden Januar wie in diesem Jahr.

,, Wir haben zur Zeit ein stabiles Hoch über Südwest-Europa, die extreme Kaltluft weit westlich bei Neufundland dringt nicht zu uns durch", erläuterte der Wetterexperte. Erst ein kräftiges Hoch über Südskandinavien könnte die trockene Kaltluft aus dem Osten hierher leiten - und vielleicht auch Schnee bringen.

Die ,, weiße Pracht" wird von vielen Osnabrücer allerdings nicht so sehr herbeigesehnt - denn die brächte wieder Verkehrschaos, unwegsame Wege und serienweise Beinbrüche. Den Wettergeschädigtenreichte schon ein blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und knackige Kälte. Dann würde auch der Glühwein endlich schmecken.

Ob und wann das Wetter umschlägt, können die Meteorologen nicht sagen. Sie sind jedoch sicher: ,, Das Wetter der letzten Monate ist noch nicht der Winter gewesen."
Autor:
d.


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