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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Protokollpanne trübte Osnabrücker Stolz nicht
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In Bonn für Städteerneurung ausgezeichnet
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Protokollpanne trübte Osnabrücker Stolz nicht

In Bonn für Städteerneuerung ausgezeichnet

Stolz erfüllte die Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Osnabrück in dem feierlichen Moment, als OberbürgermeisterinUrsula Flick gestern mittag, begleitet von zwei Herren in historischen Stadtwachenkostümen, in Bonn-Bad Godesberg das ,, Stadtwappen für vorbildliche Stadterneuerung der Landesbausparkassen (LBS) entgegennahm. Es war eine Auszeichnung der LBS an die Städte Stuttgart, Frankfurt, Osnabrück, Buchen und Forkheim für beispielhafte Initiativen auf dem Gebiet der Stadterneuerung und - Sanierung.

Die Auszeichnung der niedersächsischen Stadt stand arn Ende des Programms der feierlichen Übergabezeremonie im Rittersaal der Godesburg hoch über Bonn: Ursula Flick konnte als einziges der fünf Stadtoberhäupter den Preis nicht mehr aus den Händen des parlamentarischen Staatssekretärs Jürgen Echternach empfangen - dieser hatte sich kurz zuvor leise, wie es hieß, wegen einer dringenden Verpflichtung, verabschiedet. Nichts desto weniger war es ein denkwürdiger Moment und - wie der Sprecher der Geschäftsleitung der LBS Niedersachsen es in seiner Rede ausdrückte - ,, das letzte Ereignis zum Schluß einer Veranstaltung bleibt den meisten Menschen prägend im Gedächtnis."

Zu Beginn hatte der Sprecher der Landesbausparkassen und Vorstandsmitglied der Norddeutschen Landesbank, Dr. Johannes Runge, die rund 100 Gäste, unter ihnen die fünf Oberbürgermeister mit Vertretern des Rates und der Verwaltung begrüßt. Zur aktuellen wohnungspolitischen Diskussion erklärte Runge, das jüngst verabschiedete Wohnungsprogramm für Aussiedler sei im Ansatz zu schmal, um den sich abzeichnenden Angebotsengpässen auf dem Wohnungsmarkt schnell und effektiv entgegenzuwirken. " Der Staat muß den Wohnungsbau mit Fördermaßnahmen unterstützen."

Jürgen Echternach, der in Vertretung des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Dr. Oscar Schneider, gekommen war, unterstrich in seiner Rede, dass derzeit alle Bemühungen des Bundes darauf ausgerichtet seien, das Städtebauförderungsprogramm auch in den 90er Jahren fortzuführen. Mit den Mitteln für die jetzt ausgezeichneten fünf Städte - unter denen Osnabrück mit 50, 3 Millionen Mark an der Spitze noch vor Frankfurt und Stuttgart lag - hätte der Bund schon dazu beigetragen, Sanierungsleistungen zu erbringen.

Die Laudatio für die Stadt Osnabrück hielt Dr. Dieter Boening. Er ging auf die Stadterneuerungsmaßnahmen der Hasestadt ein. Über 140 Millionen DM seien seit 1968 in die inzwischen vier förmlich festgelegten Sanierungsgebiete geflossen, die eine Gesamtfläche von 60 Hektar umfaßt. Als Glanzpunkte der Stadterneuerung in Osnabrück nannte Boening verschiedene Bereiche: den Nikolaiort mit zahlreichen Fußwegen, Passagen und Plätzen, die Dielingerstraße, wo für die Bürger das Wohnen in alter Umgebung Wirklichkeit wurde, den Schloßgarten als Ausgangspunkt der Universitätsentwicklung, die Jahnstraße und Weidenstraße als studentisches Wohnprojekt sowie den Bereich Haus der Jugend und das Heger-Tor-Viertel. ,, In dieser Stadt ist es in hohem Maße gelungen, die Bürger als die tatsächlichen Träger des Erneuerungsprozesses zu gewinnen**, meinte Boening abschließend.

Nicht ganz bei Stimme, aber bei bester Laune bedankte sich Oberbürgermeisterin Ursula Flick im Namen der Stadt O. " Diese Auszeichnung erfüllt mich und alle, die hier die Stadt vertreten mit großem Stolz, versicherte sie. Man werde den Preis als Verpflichtung ansehen, in Zukunft so weiter zu machen wie bisher."

Zum Schluß hatte die Oberbürgermeisterin Flick etwas Besonderes anzukündigen. Wie ihre Amtskollegen auch, hatte sie ein Markenzeichen ihrer Stadt nach Bad Godesberg mitgebracht: den Osnabrückier Jugendchor, der in einem gekonnten Vortrag " Europäische Madrigale" darbot.^

Nach dem anschließenden Rheinischen Büffet machte sich die Osnabrücker Delegation am Nachmittag wieder auf den Heimweg. Wo das neun Kilogramm schwere Stadtwappen in Zukunft hängen wird, konnte die Oberbürgermeisterin gestern noch nicht sagen: " Das werden wir in Ruhe besprechen." dankte sich Oberbürgermeisterin Ursula Flick im Namen der Stadt Osnabrück.
Autor:
Anne Wiegand


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