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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Westerberg: Schutzgebiet bald bebaut?
Zwischenüberschrift:
OAB: Pachtvertrag läuft 1993 aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bauen in Osnabrücks bester Wohnlage ist derzeit kaum mehr möglich; es stehen am Westerberg nur noch wenige bebaubare Grundstücke zur Verfügung. Das kann sich allerdings schon bald ändern. 1993 läuft der Pachtvertrag für das Brauereigelände aus. Die Eigentümerin, die Osnabrücker Aktien-Brauerei (OAB), führt seit einiger Zeit Gespräche mit der Stadt, um das Gelände zwischen der Gutenbergstraße, Edinghäuser Straße und Bergstraße in ein Baugebiet umzuwandeln. Dabei stößt die OAB im Rathaus offene Türen auf: der Gewerbebetrieb im Wohngebiet wird als störend angesehen. Nach Informationen, die der Redaktion vorliegen, soll es bei einer solchen Umwandlung dem Landschaftsschutzgebiet (im Eigentum der OAB) an der Gutenbergstraße, Nähe Wasserhochbehälter, an den Kragen gehen.
Voraussetzung für ein neues Baugebiet ist die Verlagerung des heutigen Auslieferungslagers der DAB, die bekanntlich die Brau-Aktivität mit dem Wasser aus den tiefen Quellen des Westerberges eingestellt hat. Die OAB, bzw. der Mehrheitsaktionär Oetker-Konzern, hat zwei Alternativen für eine Weiternutzung des Geländes nach 1993 ins Gespräch gebracht.
1. Die Erhaltung der gewerblichen Nutzung durch eine neuen Betrieb sowie nach Umbauten die Einrichtung einer OAB-Niederlassung und Verteilerstelle.
2. Abbruch aller gewerblichen Bauten und Umwandlung in ein Wohngebiet mit unterschiedlicher Nutzung einschließlich Altenwohnheim und ähnliche Einrichtungen.
In den Gesprächen im Rathaus habe der Oetker-Konzern deutlich gemacht, dass die Entscheidung für die zweite Alternative " wesentlich leichter fallen" würde, wenn " gleichzeitig das Grundstück an der Gutenbergstraße ebenfalls einer Wohnbebauung zugeführt werden könne", heißt es in einer Gesprächsnotiz, die auch dem Planungsausschuß vorgelegen hat.
Schon vor Jahren sollte das Landschaftsschutzgebiet zugunsten einer Wohnbebauung gelöscht werden. Die Realisierung scheiterte letztlich, weil die Bezirksregierung die Zustimmung verweigert hatte.

Um den Schutzvermerk zu löschen, ist allemal die Entscheidung des Regierungspräsidenten notwendig. Danach komme es zu einem öffentlichen Auslegungsverfahren, in dem Bürger Bedenken und Anregungen anmelden können. Danach entscheidet der Verwaltungsausschuß - nicht der Rat, wie ein Verwaltungsfachmann gestern erklärte.
Wie weit die Überlegungen der Grundstückseigentümerin mittlerweile gediehen sind, bleibt vorerst ein Geheimnis. OAB-Aufsichtsratsmitglied Dr. Jürgen Wilkendorf, zugleich Geschäftsführer der Firma Neubau GmbH (Frankfurt), erklärte auf Anfrage, dass " grundsätzlich keine Verlautbarungen über Grundstücksgeschäfte" gegeben würden: " Ich kann und will es auch nicht."
Im Rathaus verhalten sich die Entscheidungsträger vorerst einmal zurückhaltend. Stadtbaurat Franz-Josef Klöcker ließ keinen Zweifel am Ziel der Stadt ("... wir streben eine Wohnbebauung an"), machte aber gleichzeitig deutlich, dass mit den notwendigen Bebauungsplan-Verfahren solange gewartet wird, bis der Investor konkrete Vorstellungen vorgetragen habe. Klöcker: " Wir wollen wissen. wo` s lang geht".
Autor:
Harald Preuin


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