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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Von Frachtschiff erfaßt: Ruderer ertrank im Kanal
Zwischenüberschrift:
Taucher suchten nach der Leiche
Artikel:
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Originaltext:
Tödlich endete gestern mittag gegen 12 Uhr eine Bootsfahrt auf dem Stichkanal, ganz in der Nähe des Wassersportzentrums in Eversburg: Mit seinem einsitzigen Sportboot geriet ein 16jähriger Ruderer vom ORV unter den Frachter " Robert Bevergern" und ertrank. Erst Stunden später konnten Taucher seine Leiche bergen. Die Wasserschutzpolizei hat noch keine Erklärung, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Schreie hörte ein anderer Ruderer, der das Unglück selbst aber nicht sehen konnte. Als der Lastkahn vorbei war, entdeckte der junge Mann das Unglücksboot, das senkrecht aus dem Wasser ragte - mit dem Heck nach oben. Die Schuhe seines Sportkameraden steckten noch in den Halterungen, aber der 16jährige Christian tauchte nicht wieder auf.

Mit einem Schlauchboot versuchte die Berufsfeuerwehr, den Vermißten zu finden - ohne Erfolg. Anderthalb Stunden dauerte es, bis die ersten Taucher den Unglücksort erreichten. Es waren Freiwillige von der DLRG, die am Arbeitsplatz von der Alarmmeldung, gehört hatten. Schließlich kamen ihnen auch Froschmänner von der Berufsfeuerwehr Rheine, von der Bereitschaflspolizei Oldenburg und vom Unterwasserclub Osnabrück zu Hilfe.

Als die Leiche des Jungen gegen 14.15 Uhr geborgen werden konnte, war es für Wiederbelebungsversuche zu spät. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück schaltete sich in die Ermittlungen ein.

Erste Vermutungen über die Unglücksursache zielten auf Leichtsinn ab. Der Sportler habe womöglich beim Wenden die Geschwindigkeit des stadtauswärts fahrenden Frachters unterschätzt, oder ihn gar nicht bemerkt, mutmaßten vom Schock gezeichnete Vereinsfreunde des Ertrunkenen.

Auf Wasserstraßen gilt Rechtsverkehr. Sportruderer lernen das, bevor sie den Übungshafen am Wassersportzentrum verlassen dürfen. Der gekenterte Schüler muß mehr als einmal die Sicherheitsschulung absolviert haben, wie Ludwig Siepelmeyer, der erste Vorsitzende des Osnabrückeer Ruder-Vereins berichtete. Christian sei schon in der Ruderriege des Carolinums ausgebildet worden, bevor er im September zum ORV kam.

" Der war kein Anfänger", hielt Siepelmeyer fest, bei Regatten sei er schon dabeigewesen. Vor allem habe er auch gewußt, ,, wie unbeweglich so ein Schiff ist. Für den Verein sei der Tod ein Schock, erklärte Siepelmeyer, gegen den der strahlende Olympiasieg von Thomas Möllenkamp verblaßte.

Gefährliche Situationen - wenn auch nicht mit so tragischem Ausgang - haben die Wassersportler immer wieder erlebt. Die Wasserschutzpolizei berichtete, dass die Kähne unter den Brücken des Stichkanals ihre Ruderhäuser herunterfahren müßten. Dabei werde der tote Winkel noch größer. Der Steuermann konnte den Sportruderer wohl schon deshalb überhaupt nicht wahrnehmen.

Zur Aufklärung des Unfalls bittet die Wasserschutzpolizei Augenzeugen um Hinweise: TelefonO 54 61/ 31 10.
Autor:
rll


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