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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Gegenargumente einfach vom Tisch gewischt"
Zwischenüberschrift:
Gretescher Ortsrat nach wie vor gegen geplantes Spaßbad
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Ortsrat Gretesch, Darum, Lüstringen ist nach wie vor gegen das geplante Spaßbad anstelle des Freibades Wellmannsbrücke. Nach längerer Diskussion, in der besonders die CDU-Vertreter ihren Unmut über das Vorgehen der Stadt in dieser Frage äußerten, knüpfte das Gremium letztlich Bedingungen an die Realisierung des privaten Millionen-Projektes. " Für den Fall, daß das Spaßbad nicht zu verhindern ist", fordert der Ortsrat wie zuvor auch die Ortsteil-Vertretung von Voxtrup —, daß eine Freibadefläche erhalten oder neu geschaffen wird. Außerdem soll bei einer Verampelung der auszubauenden Kreuzung Mindener Straße/ BAB-Abfahrt/ Seilerweg ein mit Lichtzeichen gesicherter Fußgängerüberweg an der Bushaltestelle Kreuzhügel entstehen. Beide Forderungen sollen im Haushalt 1989 festgeschrieben werden.

Der Unmut einiger CDU-Ortsratsmitglieder entzündete sich, als der Vertreter der Bauverwaltung die Kosten für die verkehrliche Erschließung für das Spaßbad mit 2, 5 Mio. DM angab, wovon die Stadt etwa 1, 5 Mio. DM zu tragen habe. Dafür ist plötzlich Geld da, aber 2000 DM für die Straßenbeleuchtung am Krähenhügel sind nicht aufzutreiben", hieß es. Auch die in jüngster Zeit aus Kostengründen abgelehnten Sicherungen an gefährlichen Straßenkreuzungen in Lüstringen wurden in diesem Zusammenhang angesprochen. Der vor einigen Sitzungen zurückgetretene CDU-Frakti-fonschef im Ortsrat, Dr. Mariner, fragte, welche Interessen idie Stadt eigentlich vertrete. Vor dem Hintergrund, daß aus den östlichen Stadtteilen keine Zustimmung für dieses Projekt gekommen sei, die Stadt dennoch das Ziel verfolge, meinte Marner:,, Wer hat denn da wem Versprechungen gemacht?" In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Ortsratsaitzung als ,, Jonteff- Veranstaltung", weil " die Stadt Sachen in einen Ortsteil setzt, die niemand will". Er zeigte sich entsetzt darüber, wie die Stadt Gegenargumente einfach vom Tisch gewischt habe.

Wohl auch aus diesem Grunde nahm der Ortsrat eine Flächennutzungsplan-Änderung, mit der die bisherige " Grünfläche" Wellmannsbrücke nun eine " Sonderbaufläche" wird, nur zur Kenntnis - nicht einmal zustimmend, wie ausdrücklich betont wurde.

In diesem Zusammenhang ging es auch um die Grenzen des bisherigen Überschwemmungsgebietes an dieser Stelle, die noch korrigiert werden sollen. Die Frage, ob bei künftigen Hochwasserlagen durch den Bau des Spaßbades ein Rückstau bis in die Düstruper Heide entstehe, beantwortete der Vertreter der Bauverwaltung mit dem Hinweis, daß diese Grenzen, die aus dem Jahre 1949 stammten, neu festgelegt werden müßten.

Kritisch wird auch der Plan betrachtet, den Wellmannsweg an der Autobahnbrücke als Sackgasse abzubinden, um den Besucherverkehr zum Spaßbad nicht vom BAB-Anschluß Natbergen über die Meller Landstraße durch Voxtrup laufen zu lassen. Als " teure Freiluft-Garage" bezeichnete ein Ortsteil-Vertreter die vor Jahren mit öffentlichen Geldern gebaute Autobahnbrücke.

Kritik löste auch die städtische Planung zur Verkehrsverbesserung rund um das Spaßbad am Seilerweg aus. Der Vertreter der Bauverwaltung hatte beispielsweise eine Kurvenkorrektur im Verlauf Hettlicher Masch/ Seilerweg als " heue elegante" Straßenführung bezeichnet, damit " man recht flott" durch die Kurve kommt.
Autor:
pr-


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